Schloss-Eberstein-Rundwanderung (Murgtal)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑692m  ↓692m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dieser Runde durch das Murgtal liegt das Schloss Eberstein, um das auch der Gernsbacher Sagenweg (5km) führt. Einige dieser Sagen werden uns zu Beginn der in Obertsrot an der Murg startenden Runde mit auf den Weg um den Kleinen Staufenberg (623m) gegeben.

Obertsrot gehört zur Gemeinde Gernsbach und liegt südlich des Kernorts. Von Obertsrot aus kann man schon über Weinlagen hinweg das Schloss Eberstein sehen. Entlang der Murg stehen in Obertsrot einige Fachwerkhäuser. Wir starten auf der östlichen Seite der Murg an der Haltestelle Obertsrot (Murgtal), die von der Murgtalbahn von Rastatt nach Freudenstadt bedient wird.

Wir nehmen die Sebastian-Gruber-Brücke auf die andere Seite. Gen Norden verlassen wir das beschauliche Obertsrot und kommen zum Grafensprung, wo wir eine schöne Aussicht genießen. Ein Heldengedicht berichtet von der Flucht von Wolf Eberstein, eine andere Sage erzählt eine dramatisch endende Liebesgeschichte.

Durch Waldbestand folgen wir dem Bogen der Murg mit Abstand. Ziel ist die Engelskanzel mit Aussicht. Der Name des Punkts legt bereits die Sage nahe, dass hier ein Engel gepredigt habe, da er die Ebersteiner zur Tugend animieren wollte, doch der Teufel bewarf den Engel mit Steinen. 

Jetzt wandern wir zum Schloss Eberstein (Neu-Eberstein) hinauf. Ursprung war eine Spornburg des 13. Jahrhunderts und hier waren die Grafen von Eberstein zugange. Heute sind es Unternehmer der Gastronomie mit Hotel, Weingut und Restaurant. Beliebt ist auch der Platanen-Terrassenbiergarten mit herrlichem Blick.

Wir gehen gen Westen durch den Wald, kommen an der Schutzhütte Saulachhütte vorbei und denken uns eine eigene Geschichte zu diesem Namen. Es geht zum Kreuzungspunkt Nachtigall an der Badener Straße, wo unsere knapp 5km lange Runde um den Kleinen Staufenberg beginnt.

Wenn wir etwa 8,3km insgesamt gewandert sind, kommen wir auf eine Lichtung mit der Binsenwasenhütte und einer großen Wanderwegekreuzung. Von dort führen uns der Staufenbergrundweg sowie der Reitweg zur Nachtigall zurück – dann haben wir rund 11km in den Waden.

Waldreich geht es weiter über den Lindelweg, nördlich erhebt sich der Hummelsberg (559m), die nächste Schutzhütte heißt Hütte am Haidenell. Auf der Zielgeraden nach Obertsrot treffen wir auf den Ätzenbach. Auch kommen wir an der Antoniuskapelle vorbei. Der Standort war bereits früher bei Müßiggängern beliebt, die hierher wanderten, um zum Beispiel das Wild in der Natur zu beobachten. Der schmucke Ort hat seit 1851 diese Kapelle.

In Obertsrot steht die Herz-Jesu-Kirche als neuromanische Basilika, die aus Murgtäler Sandstein gebaut und 1915 fertig wurde. Die profanierte St.-Erhard-Kapelle aus dem Jahr 1752 war die Vorgängerin der Kirche. Recht auffällig ist der hohe Dachreiter. Die Kapelle wird durch Veranstaltungen zum Festspielhäusl. Wir stehen an der Murg und unser Ausgangsort ist nur noch einen Katzensprung über die Brücke entfernt.

Bildnachweis: Von Stefan Karl [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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