Schlaubetal-Rundwanderung vom Forsthaus Siehdichum zur Ragower Mühle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑169m  ↓169m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wandern im Naturpark Schlaubetal knapp eine Stunde südöstlich von Berlin - immer eine gute Idee: Tolle Landschaft, nicht überlaufen, gut zu erreichen, wenn man über die Autobahn A 12 von Berlin nach Frankfurt-Oder kommt.

Wir starten unsere Wanderung in Siehdichum. Das ist zum einen eine Gemeinde, zum anderen ein kleiner Wohnplatz rund um das Forsthaus Siehdichum, wo man nicht nur nächtigen, sondern auch gut essen kann.

Vom Parkplatz unterhalb des Forsthauses Siehdichum gehen wir direkt heran an die Schlaube, die in den Wirchenbergen entspringt und in Müllrose dem Oder-Spree-Kanal zufließt. Wenn wir die Schlaube erstmals sehen, ist sie allerdings kein kleines plätscherndes Bächlein, sondern ein schöner See: der Schinkensee. Dieser Name hat nichts mit Aufschnitt zu tun, sondern leitet sich vom Niedersorbischen sćina für Schilfrohr ab.

Die Schlaube fließt durch eine Schmelzwasserrinne, die vor rund 21.000 Jahre entstanden ist. Die vielen Seen sind also natürlichen Ursprungs und nicht von Menschenhand gemacht. Der Schinkensee geht so direkt in den Langesee über. An dessen Ufer wandern wir weiter, genießen die Stille und die herrliche Seenlandschaft und kommen dann zum Schulzenwasser.

Langsam wir die Schlaube schmaler und auf Höhe des Kupferhammers ist sie dann tatsächlich so, wie man sich einen Bach vorstellt: Schmal und über Steine hinwegpläschernd. Der Kupferhammer in der Gemeinde Mixdorf wurde im 16. Jahrhundert gegründet und arbeitete bis ins später 19. Jahrhundert. Danach wurde die Liegenschaft erst als Forsthaus, dann als Schankwirtschaft genutzt (die Qualität entspricht allerdings nicht den heutigen Standards - hier gibt’s tatsächlich Kaffee nur im Kännchen wenn man draußen sitzt und die Sanitärräume scheinen noch aus der guten alten Zeit zu stammen).

Vom Kupferhammer aus wandern wir nun durch ein schönes Waldgebiet weiter zur Ragower Mühle. Die wurde bereits im 12. Jahrhundert vom Johanniter-Orden begründet. 1968 wurde die Ragower Mühle stillgelegt. Ab dem Jahr 2000 erfolgte eine grundlegende Sanierung und seitdem ist die Ragower Mühle ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer mit schönem Biergarten und guter Küche zu zivilen Preisen.

Von der Ragower Mühle aus folgen wir nun ein ganz kurzes Stück auf dem Mühlenwanderweg Schlaubetal und halten uns dann rechts hinein in den Wald und auf Schernsdorf zu. Am Ortsrand von Schernsdorf geht es rechts zur Kupferhammerstraße, der wir dann ebenfalls nach rechts folgen und dann die nächste links nehmen zum Schervenzsee. An dessen Ufer entlang wandern wir und nehmen dann noch ein letztes Stück durch den Wald bis zum Forsthaus Siehdichum.

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