Schlaubetal-Wanderweg (Naturpark Schlaubetal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 28 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑477m  ↓517m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schlaubetal ist eine Gemeinde in Brandenburg. Das Schlaubetal wird von der Schlaube durchflossen, einem 27km langen Fluss im Flusssystem der Oder. Das Schlaubetal ist schließlich Namensgeber für den Naturpark Schlaubetal, wo sich auf engstem Raum völlig unterschiedliche Landschaften zeigen: Kiefernwälder, Erlenbrüche, tiefe Schluchten, ruhige Seen und Feuchtwiesen.

Das verspricht einen spannenden Ausflug und den verbinden wir mit einer Wanderung auf dem Schlaubetal-Wanderweg. Start ist an der Schlaubemühle, die seit dem 15. Jahrhundert bekannt ist. Kein zwei Kilometer weiter südlich entspringt die Schlaube und füllt dann den Wirchensee.

Wir folgen ab der Schlaubemühle dem Schlaubetal. Man kommt zur Kieselwitzer Mühle, wandert weiter zur Bremsdorfer Mühle und den drei Treppelseen (Großer Treppelsee, Kleiner Treppelsee und Stiller Treppelsee).

Der Schlaubetal-Wanderweg macht noch nicht Schluss mit Seen. Wir spazieren vorbei am Hammersee, dem Schinkensee, dem Langesee und dem Schulzenwasser. Am Ende vom Schulzenwasser treffen wir auf die Gaststätte Kupferhammer, die zur Gemeinde Mixdorf gehört.

Der Schlaubetal-Wanderweg leitet uns weiter zum Rastplatz Mäanderblick und zur Ragower Mühle. Bereits im 12. Jahrhundert gründeten Brüder des Johanniter-Ordens zu Friedland hier an der Schlaube eine erste Mühle.

Weiter geht es zum Teufelslauch. Hier geht die Sage um, dass ein böser Wendenfürst ein Schloss gehabt haben solle. Um seinen Untaten als Raubritter nachzugehen, verließ er das Schloss über eine lederne Brücke, die sich vor ihm auseinander- und hinter ihm wieder zusammenrollte. Als er einen Mann ausraubte, der mit dem Teufel im Bunde war, schickte dieser ein gewaltiges Gewitter. Der Blitz erschlug den Fürst, und die Wassermassen ließen das Schloss versinken; zurück blieb nur das mit Wasser gefüllte „Teufelslauch“: das Teufelsloch.

Wir kommen auf dem Schlaubetal-Wanderweg weiter zum Belenzsee und dem verlandeten Belenzlauch. Dann erreichen wir den Großen Müllroser See. Obwohl teilweise im Naturschutzgebiet liegend, darf der Große Müllroser See als Naherholungsgebiet genutzt werden. Es befinden sich jeweils ein bewachtes Strandbad am Ost- und am Westufer. Die feinen Sandstrände fallen flach ab. Traditionell findet das Anbaden am Neujahrstag statt – unabhängig von der konkreten Wetterlage.

Rechter Hand liegt in unserem Blickfeld der kleinere Katharinensee. Wir spazieren auf der Seeallee in den Ortskern von Müllrose und passieren hier die Müllroser Mühle, eine sechsstöckige Wassermühle aus Backsteinen, die 1275 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der Schlaubetal-Wanderweg endet dann an der evangelischen Kirche, deren barock-klassizistischer Bau 1747 entstand.

Bildnachweis: Von Botaurus stellaris [Public domain] via Wikimedia Commons

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