Rundwanderweg über die Wolfswarte zum Torfhausmoor (Nationalpark Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 24 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑685m  ↓685m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wer den Nationalpark Harz besucht, darf – nein – muss um das Torfhausmoor, im wahrsten Sinne des Wortes, drumherum kommen. Das Torfhausmoor ist eines der bekannten großen Hochmoore im Harz. Es wird auch Radaubornmoor genannt, weil hier die Radau (Okerzufluss) entspringt.

Start in die naturkundliche Rundwanderung ist am Wanderparkplatz Oderteich an der Harzhochstraße (B 242). Wir gehen mit der Uhr und stufenweise aufwärts, bis auf rund 910m, die wir nach knapp 6km auf der Wolfswarte erreichen.

Dazu überqueren wir zu Anfang die Harzhochstraße und den Hühnerbrühe-Graben, der der Oder zufließt. Wir folgen dem Oderteich mit abwechslungsreichen Blicken in die Landschaft. Dann sind wir an der Rotenbeek, einem Oderzufluss, und kommen zum Wanderpunkt Sonnenkappe, von dem aus auch ein Märchenweg zum Torfhausmoor führt.

Würden wir Märchenweg nehmen, kämen wir aber nicht an den weiteren Höhepunkten der gewählten Runde vorbei. Also folgen wir kurz mit Abstand dem Lauf des Bächleins Sonnenkappe, begegnen dem Clausthaler Flutgraben, bevor wir nach links in den Wolfswarter Fußweg einbiegen.

Die Wolfswarte misst am Gipfel 916m und liegt nördlich des bewaldeten Bruchbergs (927m), zu dem sie gehört. Die baumlose Wolfswarte besteht aus Quarzit und unser Blick schweift über die Tannenspitzen. Wir wandern an der Altenauer Hütte vorbei auf den Butterstieg, über den es abwärts geht. Der Butterstieg kommt an einer Landstraße raus, die Altenau westlich mit Torfhaus östlich verbindet. Wir queren die Straße und gehen den Wellnerweg sowie in Richtung Schachtkopf.

Vor dessen Gipfelpunkt halten wir uns am Dammgraben rechts und folgen dem Lauf. Bäume und Bäche begleiten uns. Es geht in einem Bogen um den Dehnerkopf (775m) herum, die B 4 kommt vorbei und wir gehen mit ihr nach Torfhaus, wo sich die Lerchenköpfe (821m) erheben. Hier streckt der Sender Harz-West seinen Mast in die Luft (NDR).

Die Lerchenköpfe sind ein zweikuppiger Höhenzug. Die Südkuppe liegt im Nationalpark Harz, die Nordkuppe ist gemeinsam mit der Siedlung Torfhaus ausgeklammert, vermutlich wegen der touristischen Nutzung und dem Betrieb eines Liftes. Es gibt eine Rodelbahn und in Torfhaus ist ein Nationalpark-Besucherzentrum. Insgesamt ist hier viel los!

Der Schubensteinweg führt zur Schubensteinklippe (760m). Über die geht es in den Torfmoorweg und auf den Goetheweg. Zielstrebig nähern wir uns der Attraktion Torfhausmoor, wo wir den Moorsteg nehmen, an dem der Brockenblick liegt. 30ha misst das Torfhausmoor, das ein Regenmoos ist, mit 5m dicker Torfschicht. Goethe soll auch am Torhausmoor herumgelaufen sein, was uns gleich auch noch kulturell beflügelt.

Auf dem Goetheweg folgen wir dem Abbegraben. Nach rund 18,6km Gesamtwanderung sagen wir Goethe Adieu, halten uns gen Süden, rechts liegt das Gebiet genannt Obere Schwarze Tannen und wir gehen durch Wald. Wir gelangen durch die beiden Teile von Oderbrück und folgen der Oder zum Ausgangspunkt unserer Tageswanderung zurück.

Bildnachweis: Von Lanzi [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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