Rundwanderung zum Volkmarskeller und der Wilhelm Raabe Warte (Harz)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑404m  ↓404m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Westlich und nach Südwesten von Blankenburg spannt sich diese Runde vorbei am Kloster Michaelstein, der Höhle Volkmarskeller, der Waldsiedlung Eggeröder Brunnen und der Wilhelm-Raabe-Warte.

Vom Parkplatz Am Hasenwinkel streben wir dem Mönchemühlenteich zu, vom Goldbach gespeist. Die Mönchemühle war eine einstige Mühle des Zisterzienserklosters Michaelstein, die zu DDR-Zeiten als Ferienlager genutzt wurde. Ein Stück Mühlengeschichte am idyllischen Teich, in dessen Nähe ein Ausflugslokal betrieben wird.

Wir gehen die Straße nach Michaelstein und am dortigen Friedhof vorbei. Hier ist ein Abstecher zum einstigen Kloster Michaelstein (Eintritt) möglich, das an der Straße der Romanik und dem Harzer Klosterwanderweg liegt. Ursprünge der Klostergeschichte liegen vermutlich im 9. Jahrhundert, die der Zisterzienser hier begann im 12. Wir lassen uns einfangen von der Stimmung des Ortes mit den historischen Gebäuden wie Torhaus, Remise, Klosterkirche, Gärten, Museum und Musik …

Es geht entlang des Umflutgrabens, auf dessen anderer Seite Fischteiche aufgereiht sind. Wir kommen an der Klosterquelle Michaelstein vorbei, etwas zwischen den Bäumen gelegen. Dem Tiefenwasser wurden heilsame Wirkungen zugeschrieben.

Weiter gehen wir stetig ansteigend durch den Wald und kommen zur Höhle Volkmarskeller wo vermutlich Klausnerin Liutbirg von 850 bis 870 gelebt hat und man sich heute einen Stempel zur Harzer Wandernadel abholen kann. Der eine Eingang schaut aus wie die Silhouette einer kleinen Kapelle. In der Nähe ist die einstige Eisenerzgrube Volkmar.

Vor der Waldsiedlung Eggeröder Brunnen, die an der Stelle einer Wüstung entstand und wo heute überwiegend Ferienhäuser im Grünen sind, halten wir uns vor dem Teich links und biegen in den Herzogsweg ein. Nach rund 7km gesamt sind wir auf knapp 500m Höhe und bewegen uns talwärts. Wir gehen den Panoramaweg, den Herzogsweg, kommen über die Otto-Ebert-Brücke und halten uns dann links – nochmals kurz aufwärts zum Eichenberg (410m) mit steinernem fast 22m hohen Wilhelm-Raabe-Turm.

Poetischer Realismus, wird eine Schublade genannt, wo einige Werke des deutschen Schriftstellers Wilhelm Karl Raabe abgelegt sind, gesellschafts- und zeitkritisch, zwischen Historie und Industrialisierung, Natur und Technik. Ihm zu Ehren wurde die Kaiserwarte auf dem Eichenberg 1950 bei Blankenburg in Wilhelm-Raabe-Warte umbenannt. Leider ist der Aussichtsturm derzeit geschlossen, aber wir hoffen auf Besserung. Wenn man oben stehen könnte, sähe man auf Blankenburg und bis zu rund 75m weit ins Harzvorland. Wieder unten stoßen wir nochmal auf den Panoramaweg, treffen auf den Goldbach mit Teichen, bevor wir Am Hasenwinkel sind.

Bildnachweis: Von Ordercrazy [CC0] via Wikimedia Commons

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