Rundwanderung am Essener Baldeneysee und durch den Baldeneyer Wald


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑187m  ↓187m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südlich des Essener Zentrums streckt es die Ruhr entspannt und breit darnieder, in einem weiten Bogen, genannt Baldeneysee. Dieser geht östlich bei Essen-Kupferdreh in den Heisinger Bogen über. Westlich von unserer Runde hinauf zum Baldeneyer Berg (165m) liegen der Kruppwald und der Hügelpark der Villa Hügel. Auch Burgenromantik fehlt an der Runde nicht mit der Ruine Isenburg.

Der Baldeneysee ist der größte der sechs Ruhrstauseen. Er wurde zwischen 1931 und 1933 gebaut, ist 7,8km lang und 355m breit. Neben einer Reinigungsfunktion damals, liefert das Staubauwerk auch Strom. Sein Wasser dient auch der Naherholung und einige Segelboote sind zu sehen. Am Seaside Beach kann man im Ruhrwasser baden. Wer hätte das in den 1950er Jahren gewagt, ohne Ängste, sich „was einzufangen“?

Der Baldeneysee ist sehr beliebt, auch bei Menschen, die nicht wassersporteln, sondern ihn eher trockenen Fußes genießen wollen. Was man übrigens auch per Weißer Flotte tun kann, einem Schiffsverkehr über den Baldeneysee. Wir haben beim Regattaturm geparkt und erkunden über die kommenden knapp 3km das Ufer. Dabei kommen wir an der Regattabühne vorbei, einem Ruderclub und dem Strandbad.  Wir biegen nach links ein und gehen nach rechts durch den Weg Freiherr-vom-Stein-Straße. Rechts von uns ist die Schlosskapelle Baldeney, deren Errichtung auf das 16. Jahrhundert zurückgeht.

Wir nähern uns wieder dem Ufer, können durch die Vegetation immer wieder auf den See schauen und Enten beobachten, die herumwatschelnd Familienpflege zu Lande und Wasser betreiben. Dann geht es von 76m auf rund 160m hinauf, innerhalb von 360m Strecke. Hier locken einige Aussichtspunkte, zum Beispiel die Korte-Klippe.

Wir gehen Richtung Heisinger Straße und durch das Sturmschadengebiet von Pfingsten 2014. Seitdem wurde aufgeräumt und dennoch sind die Spuren der windigen Urgewalt nicht zu übersehen. Sehr hübsch liegt das Jagdhaus Schellenberg als langgestrecktes Fachwerkhaus. Das Jagdhaus stammt aus dem Jahr 1836, erbaut vom Besitzer des Schlosses Schellenberg. Von der Aussichtsterrasse hat man einen herrlichen Seeblick. Schön gelegen und mit herrlichem Blick erwartet auch ein Stück weiter das Restaurant-Café Schwarze Lene seine Gäste.

Kurz drauf schlagen wir uns nach links ins Gebüsch und besuchen die Ruine der Neuen Isenburg. Richtig stimmungsvoll wird es, wenn man Menschen in Gewandung begegnet, die die Ruine für private Ritterspiele nutzen. Erbaut wurde die Burg um 1240, auf einem rund 150m hohen Bergsporn des Brembergs. Hier finden sich heute eine rekonstruierte Brücke, Torbauten zu Vor- und Kernburg, Mauerreste, Informationstafeln, Turmreste, Treppchen, Brunnen – was sich so erhalten ließ.

Rund 4,6km sind wir gegangen. Dann geht es noch einmal etwas hinauf in Richtung Baldeneyer Berg. Die Höhenmeter hinter uns lassend, sind wir nach dem höchsten Punkt und nach knapp 2km wieder zurück am Baldeneysee.

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