Rundtour von der Stieglitzecke zur Hanskühnenburg (mit Hammersteinklippen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑510m  ↓510m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Harzwandern heißt auch, den Harzer Baudensteig und seine Rundwege kennen. Unsere Runde bindet den höchsten Punkt des Harzer Baudensteigs gleich mit ein: die Hanskühnenburg auf 811m und auf dem Höhenzug „Auf dem Acker“. Die Hanskühnenburg ist eine Aussichtsgaststätte mit auffälligem Turm (1914 eingeweiht).

Von der Stieglitzecke wandern wir zum „Brocken des Westharzes“. Die Stieglitzecke bezeichnet einen Wanderparkplatz, von dem aus auch im Winter Langläufer zur Loipe namens Reitstieg starten. Warum die Ecke nach dem Distelfinken benannt ist? Das können wir letztlich nicht klären, aber der Stieglitz als Distelliebhaber gilt als Symbol für Ausdauer und Fruchtbarkeit sowie Beharrlichkeit und als christliches Symbol für die Leiden Christi. 

Ausdauer, nun gut, etwa 4,5h Wanderung liegen vor uns: Die Stieglitzecke liegt an der Straße zwischen Clausthal-Zellerfeld und Braunlage, die B242, Harzhochstraße. Ein erstes Harzer Highlight haben wir mit der Hammersteinklippe aus Acker-Bruchberg-Quarzit, das recht hart ist. Die Hammersteinklippen erheben sich rund 780m ü.NN und 300m über der Umgebung des Sösetals. Vom Aussichtspunkt haben wir einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Acker-Massiv. 

Wir wandern an die Große Söse hinab und queren die Grenze des Nationalparks Harz an einem Rast- und Infopunkt, wo Wässerchen des Morgenbrodtstaler Grabens in die Große Söse fließen. Die Große ist unterwegs zur Kleinen und beide werden sich vereinen, zur Söse bei Riefensbeek-Kamschlacken. 

Unterdessen schlagen wir zwei Haken, ab und auf, und treffen auf den Reitstieg, den wir mit Aussichten auf Schusters Rappen wandern. Es geht über den Auerhahnplatz zur Hanskühnenburg, an der beeindruckenden Hanskühnenburgklippe vorbei. 1784 hat Goethe diese Klippen auf seiner dritten Harzreise besucht.

Wenig später sind wir an der Baude Hanskühnenburg. Einen ersten Aussichtsturm aus Holz gab es bereits 1889. Der 1914 gebaute stabilere Turm aus den örtlichen Quarzitgestein bietet sich mit der Baude als Rast an. Der Rundumblick fällt auf den Brocken, den Wurmberg, Clausthal-Zellerfeld oder St. Andreasberg.

Wir wandern dann die Ackerstraße, die an der Ostseite des Höhenzugs Auf dem Acker mit dem Gipfel Acker (865m) entlangführt, treffen auf den Reitstieg und sind mit fast unmerklicher Beharrlichkeit am Ausgangsort beim Stieglitz zurück. In der Nähe ist die Magdeburger Hütte, wo man sich unterstellen und Aussicht über das Sösetal haben kann.

Bildnachweis: Von Kassandro [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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