Rundtour von der Bühlerhöhe über die Herthahütte auf den Luchspfad


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑443m  ↓443m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Auf dieser Wandertour im Nationalpark Schwarzwald wandern wir durch märchenhafte Gefilde. Phantasieanregende Örtlichkeiten und Wegebezeichnungen sind beispielsweise: Paradiesweg, Bärenfels, Brautstein, Wildnispfad zum Wollsackfelsen, Luchspfad, angrenzend die Märchenwiese.

Der Luchspfad lädt auf 4km dazu ein, den Wald aus Blickwinkel eines Luchses zu erleben. Der Wildnispfad ist deshalb wild, weil hier nach Lothar nicht aufgeräumt wurde. Zur Auffrischung: Lothar hieß das Orkantief, das Ende Dezember 1999 mit bis zu 272km/h wütete.

Einstieg in die Walderlebnisrunde ist in Plättig-Bühlerhöhe auf einem Parkplatz an der Schwarzwaldhochstraße (B 500). Wir sind in einer Exklave der Stadt Bühl, zu der auch die Kapelle Maria Frieden gehört, zu der wir als erstes gelangen. Sie ist im Volksmund auch als Adenauerkapelle bekannt, da sich Adenauer für ihren Bau einsetzte. 1958 war Grundsteinlegung und 1960 konnte die Kapelle auf dem Marienfelsen geweiht werden.

Auf dem weiteren Weg genießen wir einige Aussichten über den Nordschwarzwald, in die Wälder und auf die Felsen. Ein bemerkenswerter Aussichtspunkt ist die Hertahütte an den Falkenfelsen, einer Granit-Formation, die ins Auge fällt. Im Schonwald Falkenfelsen logiert der Wanderfalke. Die Schutzhütte hat ihren Namen von Hertha Isenbart, Bauherrin des Schlosshotels Bühlerhöhe (1912 gebaut, heute geschlossen), das als Offiziersgenesungsheim angedacht war, als Luxushotel betrieben wurde und seit 2010 leer steht. Es gehört seit 2013 kasachischen Investoren, es gibt Pläne, sogar eine Website, aber sonst Schulterzucken.

Was, wenn man selbst einmal Schlossherr wäre? Eine Frage, die uns ins Tal beschäftigt, wo wir auf Bachläufe und den Paradiesweg treffen. Der Bärenfels aus Bühlertalgranit ist ein Naturdenkmal von 25m Höhe, den wir noch vor Sand in Augenschein nehmen.

Das Örtchen Sand ist an der Schwarzwaldhochstraße, die wir passieren. Durch die Straße Stadtwald wandern wir hinein in den Nationalpark Schwarzwald. Es geht am Naturfreundehaus Badener Höhe vorbei und wir stoßen auf den Höhenweg, wo wir nach rund 6,9km auf den höchsten Punkt der Runde bei 910m gelangen und uns am Felsen Mittelfeldkar befinden. Dann kommen wir zum Wegepunkt Brautstein, mit Aussicht in Richtung Baden-Baden, und sind auf den Brautsteinweg.

Nach rund 8,3km des Wegs biegen wir auf den Wildnispfad ein. Der Wildnispfad schlängelt sich durch und über von Lothar umgeworfene Bäume. Man kann Zeuge werden, wie der Wald sich selbst hilft. Dabei kommen wir auch am Wollsackfelsen vorbei.

Dann biegen wir auf den Luchspfad ein, der den Besuchern einiges über den Luchs erzählt per Infotafeln und Stationen. Der Pfad macht nicht nur jungen Waldentdeckern Freude. 3km sind wir mit dem Luchspfad beschäftigt und wandern dann nach Plättig-Bühlerhöhe zurück. 

Bildnachweis: Von Laurent Jerry [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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