Rundtour vom Wüstenhof zum Berg Schönstatt und durch Vallendar


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑507m  ↓507m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vallendar ist ein schmuckes Städtchen am Mittelrheintal, ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und Sitz einer renommierten Hochschule (der WHU Otto Beisheim School of Management). Vallendar ist Ziel dieser Wanderung, die am beliebten Ausflugslokal Wüstenhof beginnt, wo dereinst schon Goethe weilte und – so die Überlieferung – sein Gedicht vom Heidenröslein verfasste.

Wir wandern los und vorbei am Vallendarer Stadtteil Gumschlag zum Seniorenheim Am Reginaberg. Wenig später treffen wir auf das Ferbachtal, das hier in den Hillscheider Bach einmündet. Wir wandern weiter hinauf auf den Berg Schönstatt.

Auf dem Berg Schönstatt entstand ab 1914 die sogenannte Schönstattbewegung, eine geistliche Erneuerungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche, die von Pater Josef Kentenich initiiert wurde. Das Urheiligtum, der Gründungsort der Schönstatt-Bewegung, ist ein anerkannter Marienwallfahrtsort und zieht Pilger aus aller Welt zu Wallfahrten, Besinnungstagen und anderen religiösen Veranstaltungen an. Die Pilgerkirche entstand 1999. Der zeltartige Rundbau mit geschwungener Dachkonstruktion bietet über 1300 Gläubigen Platz.

Wir wandern von Schönstatt weiter in Richtung der Höhrer Tongrube und halten uns hier zweimal rechts. So kommen wir ins Feisternachtbachtal, ebenfalls ein Seitental des Hillscheider Bachs. Wir folgen dem Feisternachtbach zur Mündung, queren hier den Hillscheider Bach, kommen zur Schleiffsteinhütte und später ins Wambachtal.

Jetzt sind wir im Vallendarer Stadtteil Mallendarer Berg und gehen durch die Ortsbebauung zur Kaiser-Friedrich-Höhe. Auf der steht seit 1899 der Kaiser-Friedrich-Turm, ein 25m hoher Aussichtsturm im Jugendstil. Von hier hat man einen schönen Rundblick auf das Mittelrheintal und hinüber in die Eifel.

Wir lenken unsere Schritte weiter Richtung Stadtzentrum von Vallendar. Hier treffen wir auf die WHU, die ihren Sitz in der Marienburg hat. Die ließ der Kaufmann Joseph Quirin d’Ester 1773 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg bauen. 1898 erfolgt der Anbau einer Kapelle an der Marienburg, die von Bruder Notker Becker im so genannten Laacher Stil 1926 ausgemalt wurde.

Als nächstes passieren wir die katholische Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus, die 1837-41 erbaut wurde und eine der größten am Mittelrhein ist. Das Kirchenschiff hat eine Länge von 47,2m und eine Scheitelhöhe von 14,4m. Der Architekt Johann Claudius von Lassaulx integrierte in den Neubau den spätgotischen Westturm aus dem Jahr 1501.

Nun verlassen wir den Stadtkern von Vallendar und wandern hinein ins Meerbachtal. Dem folgen wir aufwärts, bis wir wieder zurück am Wüstenhof sind und dort – ganz im Sinne Goethes – bei einem Schoppen Wein den Schönheiten des Lebens gedenken.

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