Rundtour Erdmannshöhle-Wehratalsperre-Mettlerhütte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑722m  ↓722m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gleich vorangestellt: in Wehr, an der Wehratalsperre vorbei, endet mit dem Schluchtensteig (119km) einer der bekanntesten Fernwanderwege im Schwarzwald. Unsere Runde wird auch die Wehratalsperre tangieren, etwas abseits des Ufers der angestauten Wehra. Wir sind im Naturpark Südschwarzwald und starten beim Parkplatz an der Wehrastraße in Hasel, das in einer Dolinenlandschaft eingebettet liegt, im Haseltal zwischen den Tälern von Wiese und Wehra.

Gleich zu Beginn lernen wir die Erdmannshöhle kennen. Die Erdmannshöhle ist für den Schwarzwald eine Besonderheit. Die Schauhöhle mit Tropfsteinen entstand in der Region Dinkelberg im Muschelkalk. Im Schwarzwald ist ansonsten eher Granit und Buntsandstein, aus dem derlei Hohlräume nicht ausgewaschen werden.

Die Erdmannshöhle, einer Sage nach benannt, kann (Öffnungszeiten!) auf einer rund 40-minütigen Führung erlebt werden. 135.000 Mio. Jahre alt, so eine Schätzung, ist ein Tropfstein von über 4m Höhe und 2m Dicke, der im Guinness-Buch der Rekorde steht. Die Erdmannshöhle fand Eingang in die Poesie von Joseph Victor von Scheffel und die sagenhaften Zwerge unter der Erde kamen bei Johann Peter Hebel vor.

Am Dorfplatz steht die evangelische Kirche Hasel, 1781 geweiht. Wir halten uns rechts und verlassen über den Hummelbergweg die Bebauung. Der Kesselweg führt in den Wald, im Zickzack nehmen wir: Zankhölzleweg, Mettlerhofweg, Wolfristkopfweg, auf dem wir den Wolfristkopf (548m) umrunden, mäandern waldreich weiter mit dem Stollisgrabenweg zum Staubauwerk der Wehratalsperre und laufen oberhalb auf dem Jockisebeneweg.

Die Wehra (ca. 27km) kommt aus dem Berglewald, hat einen schluchtenartigen Mittellauf und mündet an der Kläranlage Wehr-Brennet in den Hochrhein. Die Wehratalsperre im Unterlauf dient der Stromerzeugung. Die meiste Power kommt aus dem östlich gelegenen Hornbergbecken und liefert aufgrund des starken Gefälles so viel Kraft, dass bis zu 1. Mio. Menschen mit Strom versorgt werden können.

Aufwärts schlingern wir durch den Wald per Nassergrabenweg, kreuzen den Mettlen- und Neumettlengraben, kommen zur Mettlerhütte, mit Ausguck bis in die Schweizer Alpen. Wir sind in der Höhenregion dieser Runde und nahe dem von Wiesen und verstreuten Bäumchen umgebenen Weiler Mettlen.

Wir könnten vom Mettlerhofweg einen Abstecher zur kleinen Gersbacher Schanze machen. Sie ist Teil einer barocken Verteidigungsanlage im Schwarzwald. Im nördlich gelegenen Gersbach informiert eine Rekonstruktion genauer darüber. Der Mettlerhofweg, von Wald umsäumt, führt uns erst gen Süden, dann nach Westen und per Schlierbachweg nach Hasel.

Bildnachweis: Von PantaRhei [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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