Rundtour durchs Geierstal bei Vielbrunn (Odenwald)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑266m  ↓266m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vielbrunn ist ein Teil von Michelstadt. Zwischen beiden ist eine Linie des Necker-Odenwald-Limes mit etlichen Fundstellen von Wachposten, die zum römischen Kastell Hainhaus (auch Kastell Vielbrunn genannt) zählen. Das Numeruskastell war vermutlich bis 159 von bis zu 150 Mann bevölkert. Westlich von Vielbrunn ist der Segelflugplatz Vielbrunn.

Vielbrunn ist ein recht schmuckes Dörfchen und Luftkurort, hat sogar eine Wetterstation mit einem Planetenweg zu bieten. Man sieht schön sanierte alte Fachwerkhäuser und den historischen Dorfbrunnen, den Fünfröhrenbrunnen, um den herum sich das Dorfleben entwickelte.

Ein weiteres Baudenkmal ist die evangelische Laurentiuskirche. Vielbrunn mit urkundlichen Wurzeln im Jahr 1381. Der wehrhafte Turm wurde 1495 errichtet, die beiden Untergeschosse sind aus der Zeit. Mittelalterliche Fresken haben die Jahrhunderte überstanden. Wir wandern mit der Ohrnbachstraße und der Römerstraße gen Norden. Waldrand und Feldflur begleiten uns nach Bremhof, einem Weiler von Vielbrunn.

Bremhof liegt im Quellgebiet des Ohrenbachs, der durch das Naturschutzgebiet Geierstal von Vielbrunn fließt, wo auch die Hessisch-Bayerische Grenze verläuft. Wir wandern mit dem Ohrenbach, an dem auch ein historisches Wasserwerk liegt, gegenüber unserer Route und dem Bachlauf. Wir wandern zur Lauseiche und umrunden dabei den Geißberg (419m). Über Teile des Heidelbeertrails gelangen wir talwärts an die L3318 beim Landgasthof Geiersmühle mit angrenzendem Golfclub Geierstal und sind am Ohrenbach.

Das Naturschutzgebiet Geierstal umfasst lediglich 16ha. Schützenswert gilt der fischreiche Bachlauf, von Schwarzerlen gesäumt, auch Hochstauden und Borstgras sollen erhalten werden sowie der angrenzende Hainsimsen-Buchenwald. Wir nehmen ein Stück Landstraße, machen von dieser einen Abstecher nach links, kommen am Gesundbrünnlein und Weizenwiesenbrunnen vorbei, die Runde macht damit dem Ortsnamen Ehre. Eh man’s sich versieht, ist man wieder am Fünfröhrenbrunnen.

Bildnachweis: Von Angelika Kern [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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