Runde vom Kemnader See nach Blankenstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑378m  ↓378m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Kemnader See, Ruhr, Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein, Haus Kemnade, Burg Blankenstein, idyllisches Bruchstein- und Fachwerkstädtchen Blankenstein, Ruhr-Natur-Augenblicke – was will man mehr bei einer Ruhrtour?

Wir starten am Parkplatz P4 Oveney, nahe dem Ufer des Kemnader Sees. Der liegt zwischen Bochum, Hattingen und Witten, wurde 1979 als jüngster von sechs Ruhrstauseen fertig und lädt zu Wassersportarten ein. Die Runde öffnet sich nach rund 900m, am südlichen Ende des Kemnader Sees, beim Wasserkraftwerk. Wir queren das Staubauwerk und wandern zum Haus Kemnade.

Das Haus Kemnade zeigt sich als Wasserburg mit Café und Sammlungen: Musikinstrumentesammlung Grumbt, Ostasiatische Sammlung und die Schatzkammer Kemnade mit fast unzählig vielen Spardosen. Das Wasserschloss wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts nach einem Feuer neu errichtet. Daneben gibt es das Bauernhausmuseum. Der rund 250 Jahre alte Fachwerkbau stand zuvor in Bochum-Stiepel.

Das Wasserschloss steht am Rand des Kemnader Felds im Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein. Das wurde 1950 ausgewiesen und schützt die Altarmreste, die Hangwälder der Ruhraue und die darin lebenden Tiere und Pflanzen.

Wir kommen über das Alte Ruhrbett und die Kreuzung An der Kemnade/Wittener Straße. Wir biegen in den Weg Im Katzenstein. Durch Wald gewinnen wir an Höhe am Katzenstein und haben Aussichten auf die Ruhr und das Naturschutzgebiet. Bei der Pilgrimshöhe queren wir die Wittener Straße und wandern nach Blankenstein.

Rechterhand sehen wir die Burg Blankenstein, die mit der Ortsgründung 1227 verbunden ist. Die Burg liegt rund 63m über dem Flussbett der Ruhr. Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts verfiel sie und wurde Ende des 18. im historischen Stil wieder aufgebaut. Sie bietet Gastronomie und einen herrlichen Blick ins Ruhrtal.

Unsere Wanderung führt uns durch das schmucke Blankenstein, in dem sich die Baudenkmäler aneinanderreihen. Gleich an der Burgstraße ist die evangelische Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Am Marktplatz ist die katholische Kirche St. Johannes Baptist aus der Zeit um 1800. Der klassizistische Bau entstand an der Stelle des einstigen Rathauses. Am Marktplatz ist das Stadtmuseum Hattingen in den alten Amtshäusern aus Bruchstein.

Wir wandern durch den Gethmannschen Garten, der vom wohlhabenden Unternehmer und Kommerzienrat Carl Friedrich Gethmann (1777-1865) 1808 zu dessen Freude angelegt wurde und auch zur Erholung seiner Mitmenschen. Damit war der erste öffentliche Park „erfunden“. Im Garten ist die Friedrichshöhe mit Blick bis zum Kemnader See oder auf Bochum-Stiepel.

Wir genießen weitere schöne Ruhrblicke auf dem Weg gen Nordwesten und queren mit der L705 die Ruhr und Auenlandschaft. Dann wandern wir ans Ruhrufer und begehen über gut 3km den historischen Leinpfad, der uns ganz entspannt die Runde schließen lässt.

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