Haus Kemnade und Burg Blankenstein: Wanderung im Ruhrtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑359m  ↓359m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir wandern heute links und rechts der Ruhr. Links der Ruhr sind wir dabei im Stadtgebiet von Hattingen unterwegs, rechts der Ruhr bewegen wir uns auf Bochumer Grund. Start unserer Rundtour ist der Parkplatz am Haus Kemnade.

Haus Kemnade ist ein Wasserschloss, das auf Hattinger Boden steht, aber seit 1921 der Stadt Bochum gehört. In Haus Kemnade gibt es heute verschiedene Museen und Sammlungen. Als Außenstelle des Museums Bochum sind im Herrenhaus rund 1.800 Instrumente und eine Ostasiatika-Sammlung zu sehen. In den früheren Stallanlagen zeigt die Sparkasse Bochum unter dem Namen Schatzkammer Kemnade eine geldgeschichtliche Sammlung. Im Schloss gibt es auch Gastronomie, so dass man sich nach der Wanderung später hier stärken kann.

Wir wandern los und queren erst einmal die Ruhr und biegen dann rechts in den Weg Im Katzenstein ein. Der führt uns durchs Naturschutzgebiet Alte Ruhr-Katzenstein zum Krans im Katzenstein, einem beliebten Restaurant mit gehobener Küche. Es geht weiter über die Pilgrimshöhe zur Burg Blankenstein.

Burg Blankenstein wurde im 13. Jahrhundert erbaut als eine der vier Hauptburgen der Grafschaft Mark neben Burg Altena, Burg Wetter und Burg Volmarstein. Im 17. Jahrhundert verfiel die Burg und wurde im späten 19. Jahrhundert im Stil des Historismus wieder aufgebaut.

Über den Marktplatz von Blankenstein mit der katholischen Kirche spazieren wir in den Gethmannschen Garten, der 1808 als öffentliche Parkanlage eingerichtet wurde. Der Gethmannsche Garten ist nicht in bester Verfassung, viele frühere Aussichtspunkte sind mittlerweile zugewachsen, aber man kann noch den einen und anderen Blick zum Kemnader See und den Bochumer Stadtteil Stiepel genießen.

Wir wandern nun durchs Ruhrtal zum Freibad Welper und zur Kosterbrücke, wo wir die Uferseite wechseln. Es geht nun über den historischen Leinpfad entlang der Ruhr den Weg zurück zur Wasserburg Haus Kemnade. Hier kann man noch einen Blick auf das 1971 eingerichtete Bauernhausmuseum der Stadt Bochum werden, das direkt hinter dem Schloss in einem Vierständer-Fachwerkhaus eingerichtet wurde. Das Gebäude ist ein typisches Stiepeler Bauernhaus, das um 1800 noch als Meierei genutzt wurde, ehe es zu Beginn der 1960er Jahre in Stiepel abgetragen und an der heutigen Stelle originalgetreu wieder aufgebaut wurde.

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