Runde durchs Polenztal zu den Honigsteinen und dem Talwächter


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Länge: 10.39km
Gehzeit: 03:00h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Vom Kurort Rathen folgen wir heute einmal nicht den Wegen zur Felsenburg Neurathen an der Bastei, sondern lernen eine andere Landschaft im Nationalpark Sächsische Schweiz kennen: das canyonartige Polenztal.

Dazu werden sich natürlich die sagenhaften typischen Felsformationen präsentieren, in dem Fall die Felsflanken in der Schlucht der Polenz, die Wolfsschlucht bei der Hocksteinhöhle oder der Honigstein. Die Runde legt sich zwischen Niederrathen und Hohnstein nördlich davon.

Einstieg ist der Parkplatz am Füllhölzelweg, dem wir dann in einem Bogen ins Polenztal folgen, das wir nach rund 2km erreichen. Ein markanter steil aufragender Felsen trägt den Namen Polenztalwächter. Wir wandern durch das zauberhafte Polenztal, mit Auf und Ab, die Polenz rechts von uns und ihrer Quelle entgegen. Die Polenz misst insgesamt 31km, hat ihre Quelle beim Neustädter Ortsteil Langburkershof und vereinigt sich mit der Sebnitz bei Porschdorf zum Lachsbach. Die Felsenhänge im Brandgebiet ragen beeindruckend östlich des Bachlaufs über uns auf.

Wir kommen in den Beritt von Hohnstein und verlassen die Polenz nachdem wir bisher rund 4,6km zurückgelegt haben. Es wird bergauf gehen, quasi mit Anlauf. Bei der Abwechslung durch die Wolfsschlucht vergisst man beinahe den Anstieg. Wir sind begeistert von der eindringlichen Atmosphäre dieses Abschnitts. Erst gehen wir noch ein Stück aufwärts auf dem Hocksteinweg und biegen nach einer kleinen Spitze in den Knotenweg ein, der uns wieder gen Süden bringt.

Je näher wir der Elbe kommen, desto mehr markante Felsen schieben sich ins Sichtfenster. Rund um den Honigstein sind Honigsteinnadel und Imker. Maiturm, Honigsteinscheibe, Honigsteinkopf, Lithostein und das nächste interessante Felsengebilde ist der Talwächter mit seinen stattlichen 50m Höhe.

Der Talwächter ist ein bekannter Kletterfelsen und wurde erstmals 1874 bestiegen. Die ersten Freikletterer waren bereits im Dezember 1893 hier unterwegs bis zum Gipfel. Mittlerweile gibt es wohl über zwanzig Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Auf den verbleibenden 1,2km des Wegs wandern wir an den Grünbach, der den Amselgrund befeuchtet, und durch Niederrathen zum Parkplatz zurück.

Bildnachweis: Von Ubahnverleih [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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