Rund um das Tal der Kalten Moldau (Bayerischer Wald)


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Länge: 10.67km
Gehzeit: 02:29h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Als blaues Band Böhmens gilt die Moldau, die sich aus dem Zusammenfluss von Warmer Moldau und Kalter Moldau ergibt. Die Moldau ist mit 430km der längste Fluss in Tschechien und der größte Nebenfluss der Elbe. Wir gehen heute zum Ursprung der Kalten Moldau, westlich von Haidmühle und treffen dabei auf Wald, Wasser, die Nordvariante des Goldsteigs und das Hochmoor Abraham-Filz. Es wird auf jeden Fall kurzweilig.

Start ist am Rathaus Haidmühle. Es geht durch die Dreisesselstraße in südliche Richtung und hinter einer Tankstelle rechts rein zur Kalten Moldau. Wir folgen dem Weg, der den Mirasatbach begleitet, im Bereich von Ludwigsreut. Nach rund 1,5km überqueren wir das Bächlein und halten uns in westliche Richtung – Wald begleitet uns und es geht bergauf. Wir kommen an einem kleinen Weiher vorbei, der rechts von uns liegt und biegen kurz drauf in die Goldsteig Nordvariante ein.

Kleine Bachläufe querend gelangen wir an den Ursprung der Kalten Moldau nach rund 4,9km. Hier dokumentiert ein Stein den Entstehungspunkt der Kalten Moldau. Es treten zusammen auf: Der Goldgrubenbach, der den Weberaubach unterstützt und der verschmilzt mit dem Rothbach zum Altwasser, so wird die Kalte Moldau auch genannt. Oder auf Tschechisch: Studená Vltava. Die hat übrigens 24km zurückzulegen, bis sie sich bei Chlum durch den Zusammenfluss mit der Warmen Moldau „erwärmen“ darf.

Nach ungefähr 7,2km kommen wir ins Gefilde des Hochmoors Abraham Filz. Das Geotop ist ein bis zu 6m dickes Hochmoor, wo in der Mitte ein Torfstich aufgelassen wurde. Wir durchqueren es allerdings nicht, sondern passieren Untertheresienreut, überqueren die Kalte Moldau und stoßen auf die Straße Ludwigsreut, in die wir nach links einbiegen.

Mit dem Haidmühler Industriesteig begleiten wir den Mirasatbach auf dem Weg zur Kalten Moldau und im Anschluss den Hammergraben. Der Haidmühler Industriesteig widmet sich der Schwerindustrie im Zusammenhang mit dem Haidmühler Eisenhammer. Mitte des 19. Jahrhunderts verarbeitete er Roheisen zu landwirtschaftlichen Geräten. Der Haidmühler Industriesteig bringt einen an Originalschauplätzen dieser Eisenindustrie vorbei.

Einen weiteren vertiefenden Einblick bietet übrigens das KuLaMu Haidmühle (Schulstraße). Das Kulturlandschaftsmuseum Grenzerfahrung verdeutlicht das Leben und Wirtschaften in der Region. Wenn wir dorthin wollen, müssten wir in Haidmühle in Richtung Grundschule gehen. Dort in der Nähe ist auch die katholischen Pfarrkirche St. Maximilian, entstanden in den 1929er Jahren, mit oktogonalem Kirchturm.

Bildnachweis: Von Jens Perschke [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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