Rosbach vor der Höhe

Südwestlich von Friedberg in der Wetterau liegt Rosbach vor der Höhe. Mit der Höhe ist der Taunus gemeint, an dessen östlichen Rand sich Rosbach schmiegt. Vor der Höhe verläuft allerdings noch die Autobahn A 5, erst dahinter wird’s waldig und hügelig. Östlich der A 5 liegt die Stadt Rosbach vor der Höhe, die überregional wohl vor allem wegen des hier betriebenen Mineralbrunnens bekannt ist, der unter der Marke Rosbacher von Formel-1-Legende Michael Schumacher beworben wird.

Als eines der geschlossenen und ehemals befestigten Dörfer in der Wetterau steht Nieder-Rosbach als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Ein Grund dafür mag die Wasserburg sein. Die Wasserburg Nieder-Rosbach, erstmalig 1356 schriftlich festgehalten, liegt auf der rechten Uferseite des Rosbachs. Nach einigem Eigentümerhinundher ist die Wasserburg heute im städtischen Besitz und wird von Verwaltungsstellen genutzt sowie als Begegnungsstätte. Hübsch ist auch die dreibogige Bruchsteinbrücke über dem Wassergraben, die zum südlichen Portal führt.

Die Burgkirche steht an Stelle einer Vorgängerkirche. Was man heute sieht, ist das Ergebnis der Bauzeit von 1772-74. Aus der romanischen Zeit, 12. Jahrhundert, erhalten ist nur der untere Teil des Turmes, der heute 34,5m in der Höhe misst. Der Saalbau ist protestantisch und man könnte auch sagen, zweckmäßig und eher schmucklos. Konzentration auf die Predigt steht im Mittelpunkt.

Hübsch anzusehen in Ober-Rosbach ist das Alte Rathaus und der Marktbrunnen. Das Rathaus ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau mit baulichen Merkmalen, die auf eine Errichtung im 15. Jahrhundert hindeuten, wie beispielsweise die achteckigen Säulen, die man im heute mietbaren Versammlungssaal auch noch bewundern kann. 1770-71 erfuhr das Fachwerk eine Erneuerung und seit 1934 ist es wieder sichtbar. Nahe bei ist das Sommerhaus, das im Obergeschoss seinerzeit einen zusätzlichen Ratssaal beherbergte. Das Sommerhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Verlässt man Rosbach und bringt die Autobahn hinter sich, kann man durch ein gut erschlossenes und weitläufiges Gebiet zum ehemaligen Römerkastell Kapersburg am Limes wandern. Auf dem Weg dahin passiert man je nach Weg auch den ehemaligen Quarzitbruch Rosbach, der mittlerweile als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Das 5ha große Gelände mit mehreren Tümpeln ist ein wichtiges Biotop für seltene Pflanzen und viele Amphibienarten.