Rolandseck

Rolandseck ist ein zur Stadt Remagen zählendes Straßendorf, das sich zwischen Oberwinter und Rolandswerth entlang der Bundesstraße B 9 und dem Rhein zieht. Bekannt ist Rolandseck insbesondere durch seinen Bahnhof, der heute Teil des renommierten Arp-Museums Bahnhof Rolandseck ist.

Durch Rheinromantik und Dampfschifffahrt begünstigt entwickelte sich in Rolandseck eine sehenswerte Meile von Villen und Repräsentationsbauten aus der vorletzten Jahrhundertwende. Da ist z.B. Haus Humboldstein im Norden von Rolandseck. Haus Humboldstein, heute ein Tagungszentrum der Arbeiterwohlfahrt, entstand Mitte des 19. Jahrhunderts als Villa Rolandshöhe nach einem Entwurf des Kölner Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner.

Weiter südlich steht das Haus Sölling. Die spätklassizistische Putzvilla entstand 1858-60 für den Kaufmann Friedrich Heinrich Sölling und diente später für einige Jahre als Zentrale des Johanniterordens. Architekt von Haus Sölling war Julius Carl Raschdorff, dessen wichtigstes Bauwerk der Berliner Dom war.

Wem es weniger nach Kunst und Villenromantik zumute ist, sondern nach Natur, der gehe in den Wildpark Rolandseck, der südlich von Rolandseck Richtung Oberwinter liegt. Der Wildpark hat von Frühjahr bis Herbst geöffnet, kostet dann allerdings Eintritt. Im 35ha großen Wildpark leben heimische Wildtiere und einige Rundwege führen durch das große Freigehege.