Roes

Das zur Verbandsgemeinde Treis-Karden zählende Roes liegt auf einer Höhe von 330m ü. NN und durch die Gemarkung fließt der Elzbach durch ein malerisches Tal. Zu Roes gehört die Burg Pyrmont mit der Pyrmonter Mühle, die nahe des dreigeteilten Wasserfalls zu finden ist und als Landgasthof Wanderer zum Entspannen und Genießen einlädt.

Erste urkundliche Erwähnung fand Roes 928 und in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1121 ist der ursprüngliche Name Roseda vermerkt. Der lateinische Begriff roseturn meint Hecke wilder Rosen. Rund 500 Einwohner bevölkern derzeit diese Rosenhecke.

Eine hübsche Sage rankt sich um die Schwanenkirche, die auch als Wallfahrtskirche St. Maria bezeichnet wird. Der Kirchenerbauer sei in die Gefangenschaft von Heiden geraten, habe sich in seiner Verzweiflung an die Mutter Gottes gewandt und geträumt, dass ein Schwan ihn zurück nach Hause trägt. Der Mann, wahrscheinlich ein Ritter oder Kreuzfahrer, erwachte genau an dieser Stelle, wo er die Kirche erbauen ließ. Noch heute ziert ein Schwan den Dachreiter.

Als Hallenkirche im 15. Jahrhundert mit drei Schiffen wurde die Schwanenkirche errichtet und 1944 bei einem Luftangriff völlig zerstört. Beschädigt, aber repariert ziert das Vesperbild aus dem gleichen Jahrhundert nach wie vor das Gotteshaus. Der Neubau der Kirche fand 1950-52 statt. Der Architekt plante die Kirche mit einem schlichten Umriss, was an den Vorgängerbau erinnern soll. Bemerkenswert ist die Gestaltung mit den spitz zulaufenden Bögen, die dem Innenraum eine Atmosphäre von Geborgenheit verleihen.

Denkmalgeschützt in Roes ist auch der ehemalige Pyrmonter Zehnthof, massiv errichtet mit Krüppelwalmdach.

Die katholische Filialkirche St. Ägidius ist ein Saalbau aus Bruchstein aus den Jahren 1861-62. Rund um die Kirche wird jeweils am ersten Septemberwochenende die St.-Ägidius-Kirmes gefeiert. Noch mehr los ist an Pfingsten. Dann lädt der Junggesellenverein zur Roeser Pfingsten mit viel Party am Pfingstwochenende.