Rentrisch (St. Ingbert)

Südwestlich der Kernstadt von St. Ingbert liegt Rentrisch, der kleinste Stadtteil. Klein und lang liegen hier sehr dicht beieinander, denn in Rentrisch ist als eine keltische Kultstätte der Spellenstein inmitten einer Wohnbebauung zu sehen, in einem Vorgarten und hinter einen Jägerzaun.

Der Spellenstein ist ein Menhir, misst 5m und ist der drittgrößte Hinkelstein in Deutschland. Menhir bedeutet übrigens langer Stein. Der Spellenstein ist tief im Boden verankert, sonst stünde er dort sicher nicht mehr, seit schätzungsweise 3.800 Jahren. Der Spellenstein gehörte zum Toten- und Sonnenkult. Betrachtet man den Spellenstein nicht separat dort im Garten, scheint er Teil einer Reihe von steinernen Zeugen früherer Kulturen.

Eine weitere steinerne Sehenswürdigkeit ist der Stiefelstein zwischen Rentrisch und Sengscheid im Wald auf dem Bergrücken Großer Stiefel (397m). Er ist ein Wahrzeichen von St. Ingbert. Die Buntsandsteinfelsformation zeigt mit der Stiefelsitze zum Spellenstein und der mit seiner Spitze zum Stiefel. Da gibt es wohl einen kultischen Zusammenhang.

Auf dem Bergrücken stand als Turmhügelburg auch einst das Stiefler Schloss. Die Turmhügelburg erkennt man nur noch im Boden. Was noch deutlich herausragt ist ein weiterer Stein, der Teufelstisch, der in der Nähe des Stiefels steht. Der fünfeckige 3m hohe Stein wurde von Menschenhand bearbeitet. Hier war der Sage nach angerichtet: Menschenhappen für einen hungrigen Riesen.