Rösrath

Rösrath grenzt unmittelbar östlich an das Stadtgebiet von Köln und liegt im unteren Sülztal. Erst 2001 wurde Rösrath zur Stadt erhoben, wenngleich der Ort aufgrund seiner langen Bergbaugeschichte und der Nähe zu Köln schon lange eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung hatte. Davon zeugen auch verschiedene Bauwerke, die das Stadtgebiet von Rösrath prägen.

Neben Schloss Eulenbroich, dem Wahrzeichen von Rösrath, gibt es z.B. das Haus Venauen im Norden von Rösrath etwas oberhalb von Schloss Eulenbroich gelegen. Haus Venauen wurde 1555 als Wohnhaus errichtet und um 1670 erweitert. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war es aber ein eher bescheiden wirkendes Landgut. 1907 wurde Haus Vernauen dann im Heimatstil zu einer großbürgerlichen Villa „gepimpt“ und der Bauherr nannte es seitdem auch Rittergut, was allerdings nicht zutrifft. Zu Haus Venauen gehört ein kleiner Park mit See.

Im Zentrum von Rösrath steht die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus von Tolentino. Zwar gab es schon vorher in Rösrath eine Kapelle, doch die Gründung eines Augustinerkloster machte es notwendig, einen größere, als Klosterkirche geeigneten Bau zu haben. Daher entstand die Nikolauskirche 1691-1703, die üppig barock ausgestattet ist, wahrscheinlich um den Protestanten aus Hoffnungsthal zu zeigen, was eine Kirche ist. 1903 wurde die Nikolauskirche wegen Einsturzgefahr bis auf wenige Meter abgetragen und komplett neu aufgemauert. Dabei entstanden die noch heute charakteristischen, eigenartigen Außenstützpfeiler, die dem Kirchenschiff zur nötigen Stabilität verhalfen.

Das Kloster Rösrath ist mittlerweile Geschichte. Reste finden sich noch im Augustinushaus, das von der katholischen Gemeinde genutzt wird und an der Klostermühle. Die Klostermühle Rösrath gehörte wohl einst zu Schloss Eulenbroich und wurde im 18. Jahrhundert dem Kloster übergeben. Seit 1984 wird die Klostermühle als Restaurant geführt.

Am Südrand von Rösrath in der Wohnlage Rambrücken steht das Haus Steeg, ein hohes Fachwerkgebäude, dessen steiler Giebel zur Sülz zeigt. Haus Steeg wurde 1578 überwiegend in Ständerbauweise erbaut. Es ist damit das älteste bekannte noch erhaltene Fachwerkhaus des Rheinisch-Bergischen Kreis.