Römerwarte Katzenberg

Die Römerwarte Katzenberg war eine spätrömische Höhenbefestigung, die um das Jahr 300 auf dem Katzenberg (290m) bei Mayen errichtet wurde. Mit ihren rund 1,2 Hektar Fläche ist die Römerwarte Katzenberg die größte bisher bekannte spätrömische Höhenbefestigung in der Eifel und dem Hunsrück.

Um 300 n. Chr. wurde die Festungsanlage auf dem Katzenberg errichtet. Zu der Zeit war der Limes zerstört und die Germanen zogen plündert ins römische Gebiet. Die Fliehburg diente dem Schutz der Einwohner des heutigen Mayens. Siebzig Jahre bot sie Zuflucht und nach drei Jahrzehnten erneut, bis etwa 450. Dann fiel die Römerwarte in Vergessenheit.

Entdeckt wurden die Reste der Höhenbefestigung um 1900. Dem Vulkanpark-Projekt ist es zu verdanken, dass 1997 Ausgrabungen aufgenommen wurden. Auf der Bergkuppe hat sich einst ein Militärposten befunden und Forschungen ergaben, dass dieser bereits mit einer Fußbodenheizung ausgestattet gewesen sein muss.

Im Jahr 2000 wurden zwei Türme und ein Teil der Wehrmauer rekonstruiert. Dies betrifft insbesondere die Dachschiefer-Decksteine, die an der Römerwarte Katzenberg sechseckig waren und eine seltene Schuppenform besaßen. Bei der neuen Herrichtung hat man auf solche Details Wert gelegt.

Bei einer Erkundung der Festungsanlage Katzenberg kann man auf der Wehrmauer spazieren und eine gute Aussicht genießen. Auch Geologie-Interessierte bekommen etwas für ihr Auge, nämlich die eindrucksvolle Optik des Bellerberg-Vulkanstromes und einen Geologischen-Lehrpfad.