Pfalzfeld

Die älteste Gemeinde in der Verbandsgemeinde Emmelshausen ist Pfalzfeld, die als Fremdenverkehrsort anerkannt ist. Pfalzfeld liegt verkehrsgünstig an der A 61.

In Pfalzfeld wurde die berühmte Pfalzfelder Säule gefunden. Sie ist im Rheinischen Landesmuseum als Original und in Pfalzfeld als Kopie zu bestaunen. Die Flammensäule mit Reliefs eines Keltenkönigs stammt aus dem 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und ist eine bedeutende Hinterlassenschaft der Latènezeit. Gefunden wurde die Stele im 17. Jahrhundert und seit 1938 ist sie im Bonner Museum.

Eine besondere Art der Gastlichkeit und von Übernachtung kann man in Pfalzfeld genießen am Alten Bahnhof. Die Bahnstrecke zwischen Simmern und Emmelshausen ist heute als Radweg ausgebaut (Schinderhannes-Radweg). Das Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1906 und wurde stilgerecht saniert. In den drei stationären Reisezugwagen, einem Mitropa-Schlafwagen und einem Gesellschaftswagen kann genächtigt werden, gefrühstückt wird im Speisewagen. Dass man den Bahnhof nicht verfehle, dafür sorgt als Augenmerk der Wasserturm aus dem Jahr 1907. Er war Tanklager für die Dampfloks.

In Pfalzfeld steht auch die evangelische Pfarrkirche unter Denkmalschutz. Der barocke Bruchsteinsaal stammt aus dem Jahr 1747, älter ist der Turm mit dem Baudatum 1582.

Örtliche Wanderwege verbinden Pfalzfeld mit den Orten rings in der Umgebung wie z.B. Hausbay im Westen von Pfalzfeld. In Hausbay fließen der Lingerhahner und Kelsiter Bach zum Baybach zusammen, einem 30km Zufluss der Mosel, der in Burgen mündet und Namensgeber für das beliebte Wanderziel Baybachtal ist.

Fährt von Pfalzfeld aus die Landstraße L 214 südwärts, kommt man nach Laudert. Hier entspringt im Wald oberhalb von Laudert der Simmerbach, der auf 57km Hunsrück und Soonwald durchzieht und in Simmertal in die Nahe mündet. Nördlich von Laudert findet sich die Alte Burg als Niederungsburg. Von der einstigen Motte aus dem 11. oder 12. Jahrhundert haben sich ein Erdwerk in Form zweier Wälle und ein Wassergraben sowie ein Turmhügel erhalten. Die Motte war einst nahe der Kreuzung der alten Römerstraße.