Perlenbachtal

Der Perlenbach ist ein rund 18km langer Zufluss der Rur, der bei Rocherath in Belgien entspringt und sich dann bis Monschau windet. Das Perlenbachtal ist naturnah, das merkt man an der Tatsache, dass gleich zwei Naturschutzgebiete entlang des Perlenbachs ausgewiesen sind.

Das Naturschutzgebiet Perlenbach-Fuhrtsbachtal-Talsystem ist 331ha groß und befindet sich grob zwischen Kalterherberg im Westen und Höfen im Osten. In den Tälern von Perlenbach und dem 5km langen Fuhrtsbach wachsen über 360 verschiedene Farn- und Blütenpflanzen. Eisvogel, Wildkatze und Biber fühlen sich hier (mittlerweile) wieder wohl.

Eine echte Touristenattraktion ist die Narzissenblüte im Frühling (je nach Wetterlage zwischen Ende März und Mitte Mai). Im Naturschutzgebiet blühen dann rund 10 Millionen Gelbe Narzissen, die besser bekannt sind unter dem volkstümlichen Namen Osterglocken. Eine echte Augenpracht!

An das erste Naturschutzgebiet schließt sich dann die Perlenbachtalsperre an. 1956 wurde die Perlenbachtalsperre, die der Trinkwassergewinnung und Stromerzeugung dient, fertiggestellt. Zuläufe sind der Perlenbach, der Hasselbach, der Königsbach, der Römerbach und der Höfener Bach. Der Stauschüttdamm misst 120m Länge und ist 18m hoch. Nahe der  15ha großen Perlenbachtalsperre startet die Narzissenroute in die südlich von Höfen gelegenen Narzissenwiesen. Die Rundtour ist ein Partnerweg des Eifelsteigs.

Rund um die Perlenbachtalsperre bis hin nach Monschau erstreckt sich das Naturschutzgebiet Unteres Perlenbachtal mit den Felsbildungen der Teufelsley, Engelsley, Bromelsley und Pferdeley. 60ha groß ist das Gebiet und wird von Felsen, Fichtenwald und später naturnahen Auenwäldern gesäumt.

Regionaler Bezug:

Monschau Städteregion Aachen Nordrhein-Westfalen Monschauer Heckenland Rur-Eifel Eifel