Niederzeuzheim

Nördlich von Hadamar erreicht man den Ortsteil Niederzeuzheim. Hier wurde im Walddistrikt Hohler Stein ein Steinkistengrab aus der Jungsteinzeit (2. Jahrtausend v.Chr.) gefunden. Das Niederzeuzheimer Grab wurde im städtischen Museum in Wiesbaden rekonstruiert. Ein weiteres Niederzeuzheimer Steinkistengrab wurde im Landschaftsmuseum Westerwald wieder aufgebaut.

Vor der Blüte der Fürstenstadt Hadamar war Niederzeuzheim das Kirchspiel für die umliegenden Orte. Vermutlich im Jahr 900 wurde die erste Kirche erbaut, die aber 1726 abgerissen und durch die heutige Pfarrkirche St. Peter ersetzt wurde. St. Peter wurde auf den Fundamenten der alten Kirchen errichtet und mit einem romanischen Westturm ausgestattet. Die Innenausstattung ist von Altären der Hadamarer Schule geprägt. 1447 wurde die Marienglocke als erste Glocke angeschafft. Sie ist heute noch vorhanden.

Noch etwas älter ist die Heilig-Kreuz-Kapelle vor dem Lohwald an der Landstraße in Richtung Frickhofen. Die Kapelle ist ein kleiner sechseckiger Bau mit Haubendach und Dachreiter. Um die Kapelle stehen drei geschützte Linden.

Niederzeuzheim ist auch bekannt als Reiterdorf. Anlässlich der 600-Jahr-Feier 1924 bildete sich bereits eine Reitergruppe, die 1926 den Reitverein Niederzeuzheim gründete. Hier lernte manch erfahrener Wettkampfreiter die Grundlagen seines Sports. Als Ausrichter zahlreicher überregionaler, nationaler und teilweise auch internationaler Reitturniere machte der Verein sich weit über die Region hinaus einen Namen. Der Verein verfügt über eine vereinseigene moderne, turniergerechte Reitanlage mit Halle, Dressur-, Spring- und Fahrplätzen.