Niederklein

Südlich von Stadtallendorf liegt im Tal der Klein das Dorf Niederklein. Die Klein, die im Oberlauf auch Gleen genannt wird, entspringt bei Ober-Gleen, durchfließt dann Kirtorf und Lehrbach, bevor sie Niederklein erreicht. Wenig später mündet die Klein oberhalb von Amöneburg nach 23km in die Ohm.

Im Zentrum von Niederklein steht die Pfarrkirche St. Blasius und Elisabeth. Eine erste Erwähnung für eine Kirche in Niederklein findet sich bereits in Dokumenten aus dem Jahr 917. Die alte Kirche brannte aber wie das gesamte Dorf 1697 nieder. Von 1703-06 wurde die neue Kirche im Barockstil errichtet. Die Kalksteine für den Kirchenbau wurden in den Steinbrüchen bei Momberg gebrochen.

Schmuckstück der Kirche in Niederklein ist das neue Altarbild im 1963 errichteten Erweiterungsbau, der 1911 gestaltete Kreuzweg und das große Kreuz aus dem 15. Jahrhundert. Ausserdem ist die Kirche im Besitz von Reliquien der Kirchenpatrone heiliger Blasius und heilige Elisabeth. Die kostbarste Reliquie ist ein Partikel vom Kreuze Jesu Christi.

Folgt man der Klein flussaufwärts, erreicht man schon bald die Reste der früheren Burg Waffensand, die hier im Herrenwald auch einfach das alte Schloss genannt wird. Die Höhenburg Waffensand wurde 1248 von den Mainzer Erzbischöfen erbaut und gut hundert Jahre später – 1387 – von den hessischen Landgrafen zerstört. Burg Waffensand besaß eine doppelte Wallanlage.Von der Ringmauer sind noch Mauerreste erhalten. Der Standort des Bergfrieds lässt sich nur noch durch eine Bodenvertiefung erahnen.