Niederdorfelden

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Niederdorfelden liegt an einem kleinen Bogen, den die Nidder zwischen Karben und Bad Vilbel macht. Die Nidder ist ein 69km langer linker Nebenfluss der Nidda. Sie entspringt auf der Herchenhainer Höhe im Vogelsberg und mündet bei Bad Vilbel in die Nidda. Das namensgebende Adelsgeschlecht der Herren von Dorfelden ist im 12. Jahrhundert nachgewiesen. Diese Herren nannten sich in der Folge von Hagenowe – von Hanau – und verlegten ihren Herrschaftsschwerpunkt auf Burg Hanau an der Kinzig.

Die Herren von Dorfelden bewohnten die Burg Dorfelden auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel im Norden des Ortes, die im 13. Jahrhundert zwischen Nidder und Mühlgraben in einer Aue entstanden ist. Von der Wasserburg ist ein Turmrest und Ringmauerreste zu sehen. Der sie umgebende Wassergraben ist nahezu komplett erhalten.

Etwas südlich der Burgruine liegt in der Junkergasse der Junkerhof. Die Hofanlage stammt aus dem 18. Jahrhundert, mit Herrenhaus, Torhaus und einem Treppenturm. Die Untergeschosse sind aus Mauerwerk. Das Obergeschoss des Junkerhof besteht aus Fachwerk.

Sehr sehenswert ist die Ölmühle in Niederdorfelden am Mühlengraben, die südlich der Wasserburg liegt und in den Jahren 2002-07 liebevoll saniert wurde. Die Mühle wird erstmalig 1266 erwähnt und zählt somit zu den ältesten im Main-Kinzig-Kreis. Der Wassergraben der Burg speist sich immer noch aus dem Mühlengraben. Die Mühle war eine Bannmühle. Die Dörfer Bischofsheim, Bergen und Gronau waren ihr zugeordnet und durften ihr Getreide nur in der Mahl- und Ölmühle Niederdorfelden mahlen lassen.

Die Ölmühle Niederdorfelden hat zwei Mahlgänge, einen für Öl, das aus Raps, Leinsamen, Bucheckern, Sonnenblumen und Walnüssen gewonnen wurde und einen für Getreide. Das Fachwerkmühlengebäude mit den Mahlwerken ist an Tagen der offenen Tür zu besichtigen, am Mühlentag (Pfingstmontag) und am Tag des offenen Denkmals (2. Sonntag im September) sowie am Mühlenstammtisch, der alle zwei Monate im Sommer am letzten Samstag des Monats stattfindet.

Niederdorfelden ist eine der sechs Kommunen, die die Regionalparkroute Rhein-Main Hohe Straße initiiert haben. Die Hohe Straße als alter Handelsweg, erhielt damit ein besonderes Augenmerk. Im Süden von Niederdorfelden, im Schittpunkt von Niederdorfelden, Maintal und Frankfurt, liegt das Eingangstor. Die Sichtachse Große Loh, mit einem Stelenspalier, lenkt den Blick in Richtung Taunus und Main. Etwas weiter laden Spiegelstämme an der Kleinen Loh ein, die Skyline Frankfurts aus einer anderen Perspektive zu betrachten.