Niederau (Düren)

Östlich der Rur und südlich der Dürener City liegt der Stadtteil Niederau, der sich als Kultur- und Naherholungsziel einen Namen gemacht hat. Dem spielt in die Hände, dass sich etwas weiter nordöstlich der Burgauer Wald befindet.

Der Burgauer Wald, der in seinem Nordteil auf 46ha als Naturschutzgebiet Burgauer Wald ausgewiesen ist, zieht sich von Gut Weyern bis hinunter zur Landstraße L 327. Dann geht das Waldgebiet in den Stockheimer Wald und anschließend, südlich der Kreisstraße K 28, in die Drover Heide über. Ziemlich viel Grün also am Stück.

Am Rande des Burgauer Walds steht Schloss Burgau. Das malerisch von Wasser umgebene Schloss Burgau steht den Besuchern offen, die Café und Kuchen oder ein Konzert genießen wollen. Die Vorburg wurde gegen Ende des 17. Jahrhunderts gebaut und 1730 erhielt sie den Ausbau zu einer barocken Dreiflügelanlage. Seit 1917 gehört das Schloss der Stadt Düren und in den Gebäuden der Vorburg haben Niederauer Ortsvereine eine Heimat.

Untersuchungen ergaben, dass bereits im frühen 12. Jahrhundert am Standort gebaut wurde. Das Haupthaus steht auf einer rund 50m messenden Insel. Der Wohnturm stammt aus dem Mittelalter. Der schmucke Erker wurde gestiftet und 1551 angebaut. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde er wieder rekonstruiert.

Im Erkerzimmer kann man sich auch trauen lassen und sollte sich auch vertrauen. Denn es gibt die Sage um die Hexe Hackefey, die einst Zwietracht säte zwischen dem Grafen und seiner Frau auf Schloss Burgau. Die Hexe gönnte dem Paar seine Liebe nicht und sagte der Frau, sie möge ihrem Mann die unschönen Haare am Hals entfernen. Dem Mann sagte sie, seine Frau wolle ihn umbringen. Heimlich ging die Frau dem Schlafenden an die Gurgel und der wiederum fand die Voraussage der Hexe bestätigt. Man fand nicht mehr zueinander.

In der Cyriakusstraße in Niederau gibt es zwei Kirchen, die Alte Pfarrkirche und die neue Grabes- und Auferstehungskirche St. Cyriakus. Die gotische Alte Pfarrkirche wurde um 1500 erbaut, wobei sie einen älteren romanischen Kern hat. Die neue Cyriakuskirche entstand 1905 und ihr Turm ist mit 56m einer der höchsten rund um Düren. Die dreischiffige Basilika wurde aus Werkstein erbaut. 2015 wurde die Cyriakuskirche entweiht und dient seitdem als Grabeskirche mit Platz für 1.111 Urnen.

1908 wurde der Grundstein für das Marienkloster in Niederau gelegt. An das katholische Kloster angeschlossen war eine Kleinkinderverwahranstalt. 1944 wurden die Ordensschwestern evakuiert. Nach dem Krieg wurde das Marienkloster dann zu einem Altersheim umgebaut.

Direkt mit Niederau verbunden ist der Dürener Stadtteil Krauthausen, der einer der wichtigen Standorte der Papierproduktion ist. Die Papierfabrik Schoellershammer entstand aus einer Gerstenmühle Mitte des 17. Jahrhunderts. Seit 1784 trägt sie den Namen Schoeller. Weithin markant in Krauthausen ist auch die Firma Akzo Nobel Chemicals. Ursprung des Werks ist im Jahr 1936, als Hoesch in Krauthausen eine chemische Fabrik aufbaute.

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