Nieder-Gemünden

In Nieder-Gemünden mündet die Felda in die Ohm. Die Felda ist mit 30km nach der Wohra der zweitlängste Zufluss der Ohm und entspringt am Sieben Ahorn (753m) im Hohen Vogelsberg. Nieder-Gemünden ist Verwaltungssitz der Gemeinde Gemünden, die 1971 im Rahmen der Gebietsreform aus sieben Dörfern zusammengelegt worden ist. Großflächige Waldgebiete und Auenlandschaften, kleine Seen und Bäche durchziehen das Gemeindegebiet.

Sehenswert in Nieder-Gemünden ist das aufwendig sanierte, über 200 Jahre alte Rathaus, ein Fachwerkbau auf Bruchsteingrundmauern. Die evangelische Kirche in Nieder-Gemünden wurde 1756 an der Stelle gebaut, an der zuvor schon eine kleine Kirche aus dem 11. Jahrhundert gestanden hatte.

Nach der Einmündung der Felda in die Ohm schließt sich – schon auf der Gemarkung von Homberg – das 145ha große Naturschutzgebiet Ohmaue-Igelsrain an. Schöne Bach-Erlen-Eschenwälder säumen den Saum der Ohm auf ihrem Weg nach Homberg.

Gleich vier Wassermühlen hat Nieder-Gemünden zu bieten. Die Schlagmühle, die Rosslmühle, die Oppermühle und Dicknertsmühle. Eine weitere Mühle aus dem Jahr 1580 steht flussaufwärts im benachbarten Ehringshausen. Sie ist teilrestauriert und erzeugt heute Strom.

Ist man schon einmal in Ehringshausen, lohnt ein Abstecher zum Heinzenmannskopf (326m). Hier findet sich eine interessante Basaltformation, der Heinzemann. Der Heinzemann liegt auf dem Weg von Ehringshausen nach Otterbach und ist Gegenstand zahlreicher Legenden.