Neunkircher Zoo

Zwischen Neunkirchen und dem Stadtteil Wellesweiler liegt umgeben von Wald der Zoologische Garten Neunkirchen. Der Neunkircher Zoo und der Zoo in Saarbrücken sind die beiden einzigen Zoologischen Gärten im Saarland.

Der Neunkircher Zoo wurde 1926 eröffnet. Auf rund 15ha finden sich im Zoologischen Garten Neunkirchen um die 500 Tiere, die zu rund 100 Arten gehören. Der wissenschaftlich geführte Zoo, der auch an Zuchtprogrammen und der Wiederansiedlung vom Aussterben bedrohter Tierarten, wie dem Weißstorch oder dem Biber, teilnimmt, hat seinen Schwerpunkt im Tierbestand des asiatischen Raums.

Besonders begeistern sich die Besucher für das Elefantenhaus im Pagodenstil. Die Elefantenanlage hat 5.000qm für die Dickhäuter aus Asien. Von einem Aussichtsturm aus kann man dem Elefanten-Training zusehen und um 14:00 Uhr darf man unter Aufsicht beim Füttern helfen. Im Elefantentempel sind weitere Tierarten in Großterrarien zu finden, auch Reptilien und Insekten. Giraffen und Zebras beispielsweise leben in dem Bereich der „Afrikanischen Savanne“.

Das Raubtiergehege misst 6.000qm und beherbergt die einzigen beiden Schneeleoparden im Saarland. Zwei Braunbären tapsen durch den Bärenpark und ein Rudel asiatischer Wildhunde streift durch den Rothundwald.

Eines der modernsten Affenhäuser kann man im Neunkircher Zoo ebenfalls besuchen. Hier lebt in familiärer Atmosphäre des tropischen Regenwalds eine Sippe Sumatra-Orang-Utans. Mantelpaviane balgen sich auf dem Affenfelsen und Schopfmakaken, die stark gefährdet sind, haben hier auch einen Lebensraum. In der kleinen Tropenhalle finden sich Tierarten, die es gerne warm haben, wie Vietnamesische Langnasennattern oder der Pfeilgiftfrosch und friedliche Reptilien.

Ein Besuchermagnet ist auch die Greifvogelschau des Falkner-Teams. Auf einem kleinen Hochplateau hinter dem Haupteingang wird den Besuchern zweimal täglich eine Flugshow geboten und die wird unterhaltsam mit Wissenswertem über die Hauptdarsteller Rotmilan, Mäusebussard, Falke, Weißkopfseeadler oder Malaienkauz angefüllt. Im Sommer bei herrlichem Sonnenschein empfiehlt sich eine Kopfbedeckung, denn die Zuschauertribünen sind schattenfrei. Weitere Angebote des Zoos sind eine Wanderung mit Lamas durch den Zoo oder das Kasbruchtal. Auf dem Parkplatz am Zoo-Restaurant kann man auch in den Zooweg Neunkirchen starten.

Etwas östlich des Neunkircher Zoos liegt der Neunkircher Stadtteil Wellesweiler mit dem Junkerhaus aus dem 16. Jahrhundert. Die Alte Schmiede aus dem Jahr 1880 mit historischer Ausstattung wird zu besonderen Gelegenheiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist gleich beim Junkerhaus. „An der alten Schmiede“ heißt seit 1967 ein Areal der einstigen Grube Wellesweiler, die im 16. Jahrhundert Kohle förderte und 1936 ihren Dienst quittierte. Man hat das Stollenmundloch des Palmbaumstollens herausgeputzt.