Museum Schloss Fechenbach

Das Dieburger Schloss Fechenbach in der Eulengasse 8 ist Ausgangspunkt von zwei Stadtrundgängen, wobei man sich auf die Spuren der Römer speziell begeben kann oder man wählt den historischen Stadtrundgang. Vorweg bietet sich ein Besuch im Museum Schoss Fechenbach an, denn dort ist ein Stadtmodell zu sehen, wie Dieburg um 1600 ausgesehen hat. 

Die Burgmannenfamilie Ulner von Dieburg war die erste Besitzerin von Schloss Fechenbach. 1717 wurde aus dem Adelssitz ein dreiflügeliges spätbarockes Schlösschen. Die Familie von Fechenbach kaufte das Anwesen 1841 und ließ es 1861 in der jetzigen klassizistischen Form gestalten. Die NSDAP hatte Schloss Fechenbach auch in Beschlag und danach war es drei Jahre lang ein Teil eines DP-Lagers. Dabei steht DP für displaced persons: Zivilisten, die aufgrund der Kriegsereignisse nicht mehr in ihrem Herkunftsland waren, wovon aber die meisten wieder in ihre Heimat zurück wollten.

Seit 1951 dient das denkmalgeschützte Gebäude von Schloss Fechenbach als Stadt- und Kreismuseum. Im Museum Schloss Fechenbach sind natürlich die Vor- und Frühgeschichte zu sehen, man macht Visite bei den Römern und schaut dem Adel in Dieburg in die Karten, sieht ein Fechenbachzimmer, geht ins 19. und 20. Jahrhundert in den Laden von Lisa Lang oder befasst sich mit dem Blaufärben. Dann gibt es noch ein Café und den Fechenpark zu erleben. In der Nähe liegen das Landratsamt und Kreishaus und damit noch ein Stück weitere Geschichte Dieburgs.

Die Burganlage Dieburg begann mit einer Niederungsburg um das Jahr 1150. Von der Stadtmauer aus dieser Zeit stehen auch noch Reste und Türme. Darunter der Mühlturm und der Hexenturm. Ebenfalls erhalten hat sich der Bachsprung der Stadtmauer über die Gersprenz.

Am Albinischloss mit dem ehemaligen Kreisamt zeigt sich auch noch ein Eckturm aus dem 14./15. Jahrhundert, der 1906 rekonstruiert wurde. 1802 bekam Freiherr Franz Joseph von Albini von Landgraf Ludwig X. die Burg für seine Verdienste geschenkt. Das meiste der alten Substanz ließ Albini herunterreißen, um sich das Albinischloss zu bauen. Das rechteckige verputzte Schloss, das an den Langseiten mit hervorstehenden Gebäudeteilen abschließt, hat zwei Geschosse und Gauben unter dem Dach.

Vor dem Schloss steht im Ensemble das Kreisamt des Altkreises Dieburg im Stil der Neogotik mit offenem Mauerwerk, Türmchen und einem Staffelgiebel zum Beispiel (1902/03). Zwischen beiden ist ein spätgotischer Torbogen.