Marmecke

In einer Talmulde des gleichnamigen Bachs liegt die Ortschaft Marmecke, die wie der Nachbarort Rinsecke seit der Gebietsreform 1969 zur Gemeinde Kirchhundem gehört. Zwischen den beiden Ortschaften liegt der Engelbertstein (575m). Der Namensbestandteil -mecke bzw. -ecke geht vermutlich zurück auf mecke/becke, was so viel wie Bach bedeutet. Mar-mecke ist dabei wörtlich übersetzt ein Pferdebach, das alte „mar“ ist ja auch heute noch in der abfälligen Bezeichnung „Mähre“ zu finden. Der Nachbar Rinsecke ist dementsprechend ein Rinderbach.

Sowohl in Marmecke als auch in Rinsecke ist die Haupt-Sehenswürdigkeit jeweils die Kapelle. Die Marmecker Kapelle, die bis ins 19. Jahrhundert hinein auch als Schulgebäude diente, ist schon für das Jahr 1628 belegt. Allerdings handelte es sich dabei um den Vorgängerbau, der baufällig geworden war und 1905 durch einen Neubau ersetzt werden musste. Der Patron der Kapelle ist St. Antonius Einsiedler, von dem im Inneren auch eine barocke Skulptur zu finden ist. Rund um das Gotteshaus sind aber auch mehrere sehr schön restaurierte Fachwerkhäuser zu bewundern.

Eine besondere Tradition in Marmecke ist die jährliche Lobesprozession. Sie findet jedes Jahr am letzten Juni-Wochenende statt, aus Dankbarkeit dafür, dass der Ort während des Bombenhagels im Zweiten Weltkrieg verschont blieb.

Die St. Josef Kapelle in Rinsecke und entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Die Einrichtung ist vergleichsweise modern und schlicht, auf der Altarwand lädt ein Kreuz aus Bronze zum Gebet ein. Johannes und Maria, die das Kreuz flankieren, stammen ursprünglich aus einer älteren Kreuzigungsgruppe.