Marköbel (Hammersbach)


Am Rande der Wetterau liegt der mittelalterliche Ortskern von Marköbel auf einem Hügel, der von West nach Ost verläuft und sich bis zu 25m über dem Krebsbach befindet. Die Vergangenheit wird wieder entdeckt und die Arbeit der Urahnen wertgeschätzt. Das ist in Markköbel, auch zu sehen, an einer Rekonstruktion einer Limes-Palisade.

Markköbel wurde erstmals 839 erwähnt. Bereits davor war hier reger Betrieb. Einmal durch die Handelsstraße und für etwas Sesshaftere, das Kastell Marköbel. Zum großen Teil wurde das Kastell, das mit 3,3ha ähnlich groß war wie die Saalburg im Taunus, überbaut. Man weiß nicht genau, wie viele Menschen hier auf Abruf standen, lehnt sich in der Schätzung aber an die Saalburg an und vermutet eine teilberittene Kohorte von 500 Mann. Auf dem neuen Friedhof wurde ein Mauerrest für die Nachwelt konserviert.

1741 entstand die evangelische Kirche in Marköbel und genau hier muss sich das Bad des Kastells befunden haben. Das Römerbad wurde mit Natursteinen als Grundriss im Kirchhof ausgelegt. Die Erbauung des Originals soll zu Beginn des 2. Jahrhunderts gewesen sein. Hinweistafeln vor Ort erläutern die Geschichte. Das Kastell kontrollierte den Übergang über den Krebsbach.

Das schmucke Fachwerkrathäuschen in Marköbel entstand im 17. Jahrhundert und war auch ein Gerichtssitz. Der mittelalterliche Flair des Ortes wird unterstrichen durch das Obertor, von dem ein Turm sich in den Himmel reckt und das Untertor, oder die Gelnhäuser Pforte.

Verlässt man nun Marköbel in Richtung Westen auf Ostheim zu, kommt man am Weiler Hirzbach vorbei und wenn man da nicht aufpasst, entgeht einem die Hirzbacher Marienkapelle. Die zwischenzeitlich als Scheune zweckentfremdete Kapelle wurde zum Glück wieder saniert. Sie ist nämlich eine der ältesten Kirchen in Hessen und wird auf eine Entstehung im 11. oder 12. Jahrhundert zurückgeführt. Erste urkundliche Erwähnung war 1254. Aus Basalt und Basalttuff wurde sie von einem nicht namentlich bekannten Bauherrn errichtet.

An der Westwand befindet sich eine gotische Türöffnung, das spitzbogige Fenster wurde zugemauert. Reinhard von Hanau hat die Hirzbacher Marienkapelle zusammen mit dem Gut dem Antoniterorden geschenkt, der sie bis ins 19. Jahrhundert behielt. Im Privatbesitz hat die Kapelle etwas gelitten, wurde unterkellert, Chor und romanischer Bogen entfernt, die Südwand durchbrochen. Alles hat sie überstanden, so dass sie jetzt wieder für Andachten und eigene Innenschau genutzt werden kann.

Noch weiter westlich liegt am Bachlauf des Eschbachs die Staatsdomäne Baiersröderhof, mit einem kleinen malerischen Weiher gegenüber und einem weiteren Teich. Der Hof zählte 1139 zum Kloster Ilbenstadt und liegt auf einer Höhe von 150m ü. NN.


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