Lixfeld

Lixfeld liegt zwischen Hirzenhain und Gönnern fast genau im Zentrum der Bottenhorner Hochfläche. Südlich erhebt sich die Angelburg (609m), wo der kleine Gansbach entspringt, der auf seinem Weg zur Perf auch Lixfeld durchfließt.

Die Wehrkirche Lixfeld wurde 1334 erstmals urkundlich erwähnt, ihre Grundmauern stammen jedoch schon aus dem Jahr 800. Sie zählt damit zu den ältesten Kirchen der Region. Die Wehrkirche ist eine der seltenen typischen karolingisch-ottonische Turmburgen. Neueren Datums ist die Auszeichnung mit Ehrenplakette der bundesweiten Aktion Lebensraum Kirchturm. 2007 erhielt Lixfeld diesen Preis, da der Kirchturm Unterschlupf für zahlreiche Tiere bietet, darunter auch Turmfalken und Mauersegler.

Wen der Kirchgang zu sehr ermüdet, der kann in der 1998 errichteten Lixfelder Brennstube Wissenswertes zum Brennen eines gelungenen Obstschnaps erfahren. In Lixfeld können Obstbaumbesitzer ihre Maische anliefern und sich dann von den Experten einen ganz individuellen Edelbrand erstellen lassen.

Die Kirche Lixfeld ist ein Ausgangspunkt des Hirzenhainer Höhenflugs (14km). Diese etwa vierstündige Hessen-Extratour führt von Hirzenhain über den Kurzbeul (566m) ins Gansbachtal nach Lixfeld und dann weiter über den Kamm des Bubalz (537m) zurück ins Segelfliegerdorf. Bei klarem Wetter sind die Aussichtspunkte der Wanderung sehr lohnenswert.

Wie auch im benachbarten Frechenhausen wird in Lixfeld das alte Rathaus von den örtlichen Vereinen für den Museumsbetrieb genutzt. So zeigt die Heimatstube Lixfeld vor allem, wie früher der ländliche Alltag aussah. In Frechenhausen dagegen betreiben die Vereine ein Heimat-, Vogel- und Bergbaumuseum.

Auf den Spuren der heimischen Tierwelt wandelt man aber nicht nur im Museum, sondern zum Beispiel auch auf dem Wald- und Naturlehrpfad in der Gemarkung von Lixfeld. Am Wegesrand erfährt man viel Wissenswertes über Fauna und Flora.