Limes-Wanderweg (Altmühltal)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 116 km
Gehzeit o. Pause: 26 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑1893m  ↓1926m
Markierung des Limes-Wanderwegs im Altmühltal

Auch durch die Fränkische Alb folgt der Limes-Wanderweg dem historischen Verlauf der römischen Grenzanlage, dem Limes. Damit eröffnen sich dem Wanderer im gleichen Maße Natur und Geschichte auf einem aussichtsreichen Wanderweg.

Im Jahr 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Obergermanisch-Raetische Limes ist rund 550 Kilometer lang und verbindet den Rhein ab Rheinbrohl mit Neustadt an der Donau.

Der gesamte Limesverlauf wird durch den Limes-Wanderweg erschlossen. Ein Teil dieses Limes-Wanderwegs führt durchs Altmühltal. Zwischen Gunzenhausen und Bad Gögging gestaltet sich die Route entlang des antiken Grenzwalls abwechslungsreich und naturnah. So können wieder errichtete Wachttürme, freigelegte Thermen und die Limeskapelle bestaunt werden. Dazu bietet sich inmitten des Naturparks Altmühltal eine faszinierende Naturlandschaft, bestehend aus imposanten Höhen, üppigen Tälern, Wacholderheiden und dichten Wäldern.

Wandern entlang des Limes durch das Altmühltal

In fünf Tagesetappen lässt sich die Wanderung auf dem Limes-Wanderweg bewältigen. Die erste Etappe beginnt in Gunzenhausen. Hier hat bereits die Altstadt erste kulturelle Highlights zu bieten, bevor es weiter zum ersten Etappenziel Ellingen geht. Hier lohnt sich der Besuch des Deutschordenschlosses.

In Ellingen brechen wir auf zur zweiten Etappe. Diese führt vorbei am teilweise rekonstruierten Kastell Sablonetum. In Burgsalach können die Grundmauern des Kleinkastells Burgus bestaunt werden, ehe es weiter geht zum heutigen Tagesziel Erkertshofen bei Titting.

In Erkertshofen geht die Wanderung auf ihrer dritten Etappe weiter vorbei am rekonstruierten Limeswachtturm, der bestiegen werden kann. Wir genießen die grandiose Aussicht, die sich von hier oben bietet, ehe wir dem Limeswanderweg weiter in Richtung der Altmühl folgen. Unterwegs passieren wir einen hölzernen römischen Wachtturm sowie auf Überreste eines weiteren steinernen Wachturms. Wir erreichen Kipfenberg – kulturell und historisch Interessierte sollten einen Besuch des Römer- und Bajuwaren-Museums einplanen. Die Etappe endet in Denkendorf.

Von Denkendorf aus starten wir zur vierten Etappe. Diese führt durch das malerische Schambachtal nach Altmannstein. Hier in Altmannstein beginnt die letzte Etappe. Nach einer Flussüberquerung stellt der Anblick des Kastells Abusina mit der vollständig freigelegten römischen Wehranlage in Bayern einen letzten Höhepunkt der Wanderung dar, ehe in Bad Gögging der Limeswanderweg endet.

Bildnachweis: Von Chrisi1964 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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