Leverkusen-Manfort

Der Leverkusener Stadtteil Manfort liegt links der Dhünn an der südlichen Stadtgrenze nach Köln. Schon 1050 ist in den Geschichtsurkunden erstmals von einem Hofgut die Rede, dem Hemmelrather Hof. Der Hemmelrather Hof in der Hans-Gerhard-Straße von Manfort ist nach umfassender Renovierung noch heute erhalten. Es handelt sich um eine denkmalgeschützte vierseitige Hofanlage, zu der ein Backstein-Wohnhaus sowie Zwischenbauten, Wirtschaftsflügel, Stallungen und eine Fachwerk-Remise gehören, und der an einem wiederbelebten Altarm der Dhünn liegt.

Wahrzeichen von Manfort ist die katholische Pfarrkirche St. Joseph in der Josefstraße, ein dreischiffiges Kirchgebäude von 1913 aus verputztem Backstein. Ihr Baustil mutet teilweise gotisch an. Der Westturm verfügt über einen mit Schiefer gedeckten Turmhelm. Sehenswert ist das neugotische Fenster über dem Hauptaltar der St. Joseph Kirche. Das Fenster stellt die Weihnachtsgeschichte dar.

Auch Manfort verfügt über eine Reihe von Baudenkmälern. Erwähnenswert ist u. a. der Lindenhof in der Weiherstraße, eine ehemalige Gaststätte. Das ursprüngliche Gebäude-Ensemble stammt aus den 1870er Jahren, in seiner heutigen Form entstand es um 1937. Kern der Anlage sind ein eingeschossiger, rechteckiger Saalbau mit Satteldach und ein zweigeschossiges Backstein-Wohnhaus; auf dem Gelände finden sich außerdem zwei Teiche. Heute wird der Lindenhof als Manforter Jugendtreff und als Veranstaltungsort genutzt.

Ein moderneres Baudenkmal ist die Kleinsthaussiedlung Heidehöhe, die nach dem Ersten Weltkrieg für einkommensschwache Arbeiterfamilien in der Nähe der Rheinischen Eisenbahn von Troisdorf nach Speldorf und den umliegenden Industrieansiedlungen errichtet wurde. In ihrer Mitte findet sich ein großer Gartenbereich. Die Kleinsthaussiedlung Heidehöhe hat eine stark durchrationalisierte Baustruktur und entstand nach Entwürfen des Architekten Wilhelm Fähler. Der Name der Siedlung zeugt davon, wie weit verbreitet Heidelandschaften früher im Stadtgebiet von Leverkusen waren.

Ebenfalls aus der Feder von Wilhelm Fähler stammt die Friedhofskapelle von Manfort. Sie wurde 1918 eingeweiht, zwischenzeitlich unter Denkmalschutz gestellt und steht in der Manforter Straße.

Aus dem Jahr 1935 stammt das ehemalige Freibad von Manfort am Stadtpark, das durch das moderne Freizeitbad CaLevornia ersetzt wurde. Zum denkmalgeschützten Freibadgelände gehören ein zweigeschossiger, ovaler, Pavillon-ähnlicher Bau mit Wohndach, der als Eingangsgebäude genutzt wurde, sowie die ehemaligen Umkleide- und Versorgungsgebäude in Flachbauweise.