Langweiler (bei Idar-Oberstein)

Langweiler, die Perle des Hochwalds, liegt direkt am Saar-Hunsrück-Steig und in Sichtweite zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Man genießt den Blick in den nach Süden sich erstreckenden Hunsrücker Hochwald, zur östlich liegenden Wildenburg im Idarwald und zur kleinen Steinbachtalsperre.

Langweilig wird einem in Langweiler nicht so schnell, jedenfalls wenn man wandern will. Neben dem Saar-Hunsrück-Steig sind auch gleich zwei Traumschleifen vor Ort angelegt. Eine hört auf den bezeichnenden Namen Traumschleife Zwischen den Wäldern und spielt auf die Lage zwischen Hochwald und Idarwald an.

Auch für Entspannung ist gesorgt. Das Klosterhotel Marienhöh verbindet die Tradition einer alten Klosteranlage mit neuem Lifestyle und Design. Hübsche Gartenterrassen, weitreichende Aussichten vom Balkon über den Hochwald, dicke Mauern spiegeln sich in dünnwandigen Gläsern, die zu edlen Tropfen einladen – das hat schon was!

Die Hotelanlage war zur Entstehungszeit ein Erholungsheim für Kinder, errichtet in den 1920er Jahren. Später übernahmen es die Marienschwestern der unbefleckten Empfängnis, die dort von 1951 bis 2002 das Kloster pflegten, bis das Anwesen zum Hotel umgestaltet wurde.

Die St. Nicetius Kirche in Langweiler entstand 1856 als einfacher Saalbau mit Dachreiter. Nicetius, der Schutzpatron der Kirche, war ein Mönch, der um 525 Bischof in Trier war. Er war ein Erneuerer und schützte die Bevölkerung vor der Gier des Adels. Das brachte ihm zeitweilig Verbannung ein. Nicetius ist in der St. Maximin Kirche in Trier begraben.

Südlich an Langweiler schließt sich der Ort Sensweiler an und auf dessen Gemarkung liegt die Steinbachtalsperre. Die ist rundum umzäunt, weil sie Idar-Oberstein mit Trinkwasser versorgt. Die 1966 eröffnete 33ha große Steinbachtalsperre ist trotzdem ein schöner Blickfang inmitten all des Grüns von Hochwald und Idarwald.

Die Kirche im südlich der Steinbachtalsperre befindlichen Sensweiler hat einen mächtig gedrungen wirkenden Chorturm aus dem 12. Jahrhundert und einen mittelalterlichen Kern. Barocke Elemente erhielt die evangelische Kirche Sensweiler im 18. Jahrhundert.

Sensweiler bietet seinen Gästen einen Campingplatz an der Sensweiler Mühle am Idarbach und einen Angelweiher im Krahlochwald. Dort liegt auch der frei zugängige Geopark Krahloch mit Gesteinsformationen, Findlingen und stillen Zeitzeugen, behauen und unbehauen. Sie reihen sich an einem 1,5km langen Weg auf und wer es genau wissen will, liest sich die Infotafeln durch.