Lahn-Facette Wetzlarer 3-Türme-Weg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑386m  ↓386m
3-Türme-Weg Wetzlar Wegzeichen Markierung Beschilderung

Dieser Weg der Lahn-Facetten wurde als Qualitätsweg Kulturerlebnis ausgezeichnet und führt rund um die Goethestadt Wetzlar an drei Türmen vorbei: Bismarckturm, Brühlsbacher Warte und Burg Kalsmunt. Es gibt auch eine 4 Türme Wanderung, die den Stoppelbergturm einschließt, da kann man aber derzeit wegen Sanierungen nicht hin. Der 3-Türme-Weg kann in zwei Teilabschnitten, einer Nord- und Südvariante, gegangen werden. Wir gehen ihn in einem Mal mit dem Uhrzeiger.

Start ist die Lahntalinsel westlich der hübschen Altstadt von Wetzlar mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, allen voran der Wetzlarer Dom. Ein Baudenkmal anderer Art ist die Alte Lahntalbrücke, die rund 700 Jahre ist und sich über 7 Bögen spannt.

Die ersten rund 4,2km geht’s aufwärts. Der 3-Türme-Weg ist mit informativen Tafeln und Basaltsäulen ausgestattet. Wir wandern mit der Lahn zur Linken durch den schönen Park der Colchester-Anlage. Beim Mühlgraben und der Hausermühle geht’s zum Rosengärtchen mit der Freilichtbühne.

Unsere Runde schreitet den Nordrand von Wetzlar ab und wir haben schöne Aussichten. Mit Feldflur gelangen wir zum 18m hohen Bismarckturm (nicht offen), der auch Garbenheimer Warte genannt wird, und können uns über dessen mittelalterliche Geschichte informieren.

An einem Friedhof und durch ein Wäldchen kommen wir in den Leitz-Park mit der Leica Camera AG, mit Leica-Erlebniswelt und Ernst-Leitz-Museum.

Abwärts geht’s durch einen Teil von Wetzlar-Büblingshausen. Wir queren die Frankfurter Straße auf Höhe Spilburg (ehemalige Spilburg-Kaserne), kommen erneut durch ein Wäldchen, gehen ein Stück mit der Friedenstraße, das nächste Ziel ist die Brühlsbacher Warte. Etwa 6,6km waren es bis jetzt. Die im Rahmen einer Führung geöffnete Brühlsbacher Warte liegt zwischen den Stadtteilen Stoppelsberger Hohl und Sturzkopf. Diese Warte hat eine Kegeldach und wird in Wetzlar auch Bleistift genannt.

Man trifft bisweilen auch auf Schilder mit „Abkürzung“, die wir außer Acht lassen wollen. Es geht gen Süden, an Schulen vorbei, über die Straße Stoppelberger Hohl, durch den Wald steil aufwärts und an die K988. Von hier aus könnte man den Turm auf dem Stoppelberg (400m) besuchen. Da aber saniert wird, lassen wir das.

Kulturnatur mit Kirschenwäldchen nebst Hügelgräbern, Basaltsäule, Relaxliege mit Blick bis zum Feldberg im Taunus, mit Wald, Wiesen und Feldern durchstreifen wir, auf dem Weg abwärts zum Abach. Ihn begleiten wir in seinem Tal und könnten bei der hübschen Honigmühle Gastronomie annehmen.

Wir wenden uns gen Norden, gehen mit dem Wetzbach. Bei der Dickesmühle queren wir den Bach und kommen per Treppen-Abstecher zu den Grundmauern der Theutbirg-Basilika, südlich vom Stadtteil Nauborn. Eine Frau Theutbirg soll dem Kloster Lorsch diese Kirche 778 vermacht haben. Uns hat die bisherige Runde 13,3km vermacht.

Aussichtsreich lernen wir auch den Bergbau um Nauborn kennen, auf dem Eisensteinweg. Auch den Lahnwanderweg treffen wir und kommen durch das Naturschutzgebiet Weinberg, das zum nationalen Naturerbe zählt und mal militärisch genutzt wurde.

Waldrand, Grenzsteine Landhege, Wandern und Wissen mehren auf dem Weg zum Basaltkegel Kalsmunt auf 256m, wo einst die Burg Kalsmunt mit Blick auf Wetzlar wachte. Sie wurde vermutlich um 800 gegründet. Bis zum Ausgangsort an der Lahninsel ist es nicht mehr weit.

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