Löhndorf


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Löhndorf ist ein Ortsbezirk von Sinzig und trägt seit 2004 den Titel Rosendorf. Dieser wird von der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde an Kreise, Städte und Dörfer vergeben, in denen die Rose ein ortsbildprägendes Element ist. Ganze acht Rosendörfer gibt es in Deutschland – Stand 2015. Neben Löhndorf zählen u.a. Assinghausen im Sauerland, Schmitshausen in der Pfalz und Seppenrade im Münsterland zu den deutschen Rosendörfern.

Größer als eine Rose und daher auch noch dominanter für das Ortsbild ist aber die katholische Pfarrkirche St. Georg. Die dreischiffige Hallenkirche ist aus Bruchsteinschiefer mit einem kleinen Türmchen. Architekt Ferdinand Nebel, der in der Umgebung mehrere Gotteshäuser plante, war auch hier Urheber des 1829-33 errichteten Sakralbaus. Die Vorgängerin der heutigen Kirche war eine 1668 geweihte Kapelle, die baufällig geworden war, weshalb die Gottesdienste ab 1820 in einem Beinhaus auf dem Friedhof stattfanden. Die neue Kirche trägt neogotische und neoromanische Züge. Mit der Kirche entstand auch das Pfarrhaus.

Ein Ortsmittelpunkt ist die alte Schule in Löhndorf. Die erste Schule im Dorf war aus Fachwerk und aus dem Jahr 1763. Sie ist umgezogen und steht im LVR-Freilichtmuseum in Kommern. Der rote Volksschulbau mit dem großen grünen Tor stammt aus dem Jahr 1844 und wurde zu einem Dorfgemeinschaftshaus umgerüstet. Hinter dem Hof des Gemeindehauses befindet sich seit 2001 der Löhndorfer Kräutergarten mit zahlreichen Gewächsen der Region aus der Heilpflanzenwelt der Ahr-Eifel.

Folgt man dem Löhndorfer Bach gen Südwesten und unterquert die A 61, kommt man zum Schloss Vehn, einem Wohnplatz von Löhndorf im Hartscheid gelegen, umgeben von viel Wald und Natur, mit einem kleinen Teich. Das Schloss Vehn wird privat genutzt und ist von daher nicht von Innen zu besichtigen. Das älteste Stück auf dem Anwesen ist ein Taufstein im Garten aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die verputzte Zweiflügelanlage des Schlosses mit Treppengiebelchen und Turm stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde rund ein Jahrhundert später umgebaut. Man trifft des Weiteren auf Fachwerk und Wirtschaftsgebäude aus Backstein.

Die ungewöhnliche Schlosskapelle mit kurzem Kirchenschiff und spätromanischem größeren Chor stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Eigentümer ist eine Erbengemeinschaft der Familien von Nordeck und Bahlsen. Genau, die mit den Butterkeksen, die man auch dabei haben sollte, wenn man sich in dem großen Waldstück verlaufen sollte.


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