Kommern


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„Komm nach Kommern“, möchte man sagen bei dem Ortsnamen und dem großen Reigen an Sehenswürdigkeiten, der neben dem historischen Ortskern mit seinem geschlossenen Fachwerkensemble auch das LVR-Freilichtmuseum Kommern und den Hochwildpark Rheinland umfasst.

Die Burg Kommern aus dem Jahr 1350 ist eine Höhenburg und war bis 1794 Sitz des Arenbergischen Amtmanns der Reichsherrschaft Kommern. Mit Napoleons Truppen waren die Zeiten jedoch vorbei. Die Burg Kommern mit dem Wohnturm aus der Erbauungszeit, wurde zu keiner Zeit als Adelssitz verwendet, sie diente vornehmlich der Verwaltung.

Burg Kommern, die so gar nichts Wehrhaftes aufweist, liegt gleich neben der katholischen Pfarrkirche St. Severinus aus dem Jahr 1859. Hinter der symmetrisch gegliederten Fassade verbirgt sich ein schöner Landschaftspark mit alten und seltenen Bäumen. Die Fassade erstrahlt übrigens im Gewand des französischen Frühbarocks aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Sehr sehenswert!

Auffällig ist auch der stattliche Bau des ehemaligen Klosters Kommern. Das frühere Kloster der Vinzentinerinnen wurde 1885 gebaut und einige Kommerner erblickten hier das Licht der Eifelwelt. In Kommern gehen dem Fachwerkfan ehedem beinahe die Augen über bei der reichhaltigen Anzahl an hübsch sanierten Häusern. Die Kölner Straße beispielsweise ist gespickt voll davon!

Kommern wird als der touristische Mittelpunkt der Stadt Mechernich gefeiert, ist seit den 1960er Jahren Luftkurort und war 1972 Magnet für das Publikum der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau im Mühlental, am Südrand von Kommern direkt an der Bundesstraße.

Bereits vor der Landesgartenschau wurde der Bleibach zum Mühlensee aufgestaut, der heute immer noch ein beliebtes Erholungsgebiet für Kommern darstellt. Der 24km lange Bleibach hat seinen Namen von eben diesem Schwermetall, denn er entspringt in einem ehemaligen Bleibergwerk.

Im Mühlental liegt die Erlebniswelt Eifeltor Kommern. Hier gibt’s z.B. eine 680m lange Sommerrodelbahn, Hotel, Indoor-Spielarena, Minigolf und ein Spielplatz mit Gerätschaften, die insbesondere den Kleinen Spaß machen. Für die Großen, so sie wollen, und auch den fahrtüchtigen Nachwuchs ab einer Körpergröße von 130cm, gibt es eine 350m lange Quadbahn. Sie führt durch hügeliges Gelände und bietet die ein oder andere Herausforderung.

Verlässt man Kommern über die Bundesstraße nach Norden, kommt man in den Mechernicher Stadtteil Gehn. Dort stehen für ein 177-Seelen-Ort erstaunlich präsente Gebäude an der B 477. Dabei handelt es sich um eine Absicht aus dem Jahr 1747. Da wollte ein kaiserlicher Feldmarschall ein Jagd- und Landschloss errichten. Das Gehner Schloss blieb allerdings unvollendet.

Wer einen Besuch in Kommern plant, kann sich das dritte Wochenende im Oktober vormerken. Dann findet immer der Historische Handwerkermarkt statt – ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus in dieser antiken Kulisse.


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