Altusknipp-Weg (Kommern)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑131m  ↓131m
Eifelschleife Altusknipp Wegzeichen Markierung Beschilderung

Ein kurzweiliges Zentrum touristischer Sehenswürdigkeiten ist bei Kommern, einem Ortsteil von Mechernich am nordwestlichen Rand der Eifel. Kommern ist für seine Fachwerkidylle bekannt, den Hochwildpark Rheinland und für das sehr interessante LVR-Freilichtmuseum Kommern. „Altusknipp“ ist nicht etwa ein bekannter Magnat des einstigen Blei- und Silberbergbaus in Kommern, sondern eine Höhe von 375m. Da wollen wir rauf und vom Kreuz aus runter gucken.

Altus steht für hoch und Knipp für Anhöhe. Mit Erzabbau hat die Höhe dennoch zu tun. Wir sind aber just noch am Start beim Mühlensee. Der entstand im Zuge der Landesgartenschau, die 1972 nebst einem Erholungspark Mühlental zum Leben erwachte. Vorher war hier Brachland, in dem frühindustriell durch Bergbautätigkeit verwüsteten Bleibachtal. Wo See ist war einst ein Absatzbecken.

Wir wandern ein Stück nach Kommern rein, dem Bleibach ein Weilchen Gesellschaft leisten. Alsdann geht’s hinauf gen Süden auf den Altusknipp, mit Überwindung von rund 110m Höhendifferenz. Von Wald beschattet ist das auf einer Strecke von ca. 1,5km zu schaffen – wenn man keinen Erzkarren dabei mitziehen muss.

Am Altusknipp begann 1807 die Bleierzgewinnung. Bis 1821 waren 12 Schächte gebuddelt und 1840 kam die ganze Schufterei erstmals zum Stillstand, zur Gänze dann 1858, inklusive den Tagebauen. Die wiederaufgeforsteten Halden sind von daher noch eher jung im Baumbestand, denn damit wurde erst Mitte des vergangenen Jahrhunderts begonnen.

Wir wandern talwärts und kommen an die Bundesstraße Elisabethhütte (B477). Südlich davon ist das Naturschutzgebiet Bleibachtal bei Roggendorf und Strempter Heide. Der Bleibach ist unsere Schnur zurück an den Mühlensee.

Jetzt sind wir einem Besuch in der Geschichte nicht abgeneigt und besuchen das nahegelegene LVR-Freilichtmuseums Kommern. Mit 100ha ist es eines der größten in dieser Art in Europa, zeigt anhand von 75 historischen Gebäuden, wie sich das Leben und Arbeiten der Menschen im Rheinland damals gestaltete.

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