Kleinsteinhöhle: Rundwanderung ab Buschmühle (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑448m  ↓448m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wasser, Felsen, Äcker und Wiesen, Ruine Arnstein, Saupsdorf und die Kleinsteinhöhle erwarten uns auf dieser Rundwanderung in der Sächsischen Schweiz (Elbsandsteingebirge). Saupsdorf ist ein ländlich geprägter Ortsteil von Sebnitz und liegt zwischen Kirnitzschtal und dem Wachberg (496m).

Einstieg ist an der Kirnitzschtalstraße (S 165) bei der Buschmühle aus dem 16. Jahrhundert, wo man sich vor der Wanderung kräftigen kann. Die Buschmühle wurde bis 1992 als letzte Mahlmühle im Kirnitzschtal betrieben. Nahebei ist die Neumannmühle am Einstieg in die fünfte Etappe des Malerwegs.

Wir machen uns auf zu den spärlichen Überresten der Burg Arnstein, die auch Ottendorfer Raubschloss genannt wurde. Der Ottendorfer Dorfbach kommt auf dem Weg zur Kirnitzsch am Fuße des Arnsteins längs. Wir wandern den Neuen Weg und machen einen Abstecher auf den Arnstein mit Arnsteinhöhle und dem Gipfelplateau der Ruine Arnstein. Die Höhenburg auf rund 327m entstand vor 1436. Man sieht abgetretene Steinstufen, Balkenlager, ein Verlies und hat Aussichten. In der Zisterne soll der letzte Raubritter einen Schatz versenkt haben. Der Tunichtgut war auf ein Rad geflochten worden, laut der Sage, und hat es nicht verraten.

Wir biegen in den Stellweg und von dem in den Räumichtweg. Steil hinauf wandern wir am Felsen Tägers Wonne (375m) vorbei. Nach etwa 2km gesamt gehen wir bergab und kommen an den Waldmühlenbach. Entlang des Bach und kleinen Zuflüssen nähern wir uns Saupsdorf mit seinen Höfen sowie sogenannten Umgebindehäusern. Umgebindehaus bezeichnet einen Haustyp, der Fachwerk, Blockbau und Massivbau unter einem Dach hat. Die sind in Teilen von Böhmen, der Lausitz und eben im Elbsandsteingebirge zu finden.

Die Wanderung über den Weg Hohe, umgibt uns mit Wiesen und Feldern. Wir streifen lediglich Saupsdorf südlich, gehen durch Feldflur und Wald aufwärts und kommen auf den Weg Sturmbauers Eck. Der gleichnamige Felsen erhebt sich über dem Saupsdorfer Bach und der Straße S 165. Wir treffen unseren alten Bekannten: Neuer Weg.

An einer Schutzhütte an einer Lichtung vorüber kommen wir zum Kleinstein Unten und Kleinstein Oben mit Aussichten und der Kleinsteinhöhle. Hübsch hier. Der Höhleneingang schaut aus wie man einen Kerzenschein zeichnet. Die Kleinsteinhöhle ist ein Felsentor von 10m Höhe, bis 12m Breite und bis 7m Tiefe. Als Felsinschrift finden wir die Jahreszahl 1586.

Die Kleinsteinwand ist ein beliebtes Klettergebiet. Hier wird vermutlich sogar schon mal übernachtet, denn es gibt die Boofe an der Kleinsteinwand, wo aus Gründen der Kletterertradition unter freiem Himmel das Übernachten ausnahmsweise erlaubt ist. Uns trennen nur noch 1,8km vom Ausgangsort. Auf dem Weg kreuzen wir den Goldbach und kommen am Felsen Grünling vorbei.

Bildnachweis: Von Falk Becker [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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