Rundtour ab Buschmühle (Kirnitzschtal) zu Brüdersteinen und Zeughaus


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑655m  ↓655m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir erleben auf dieser ausgedehnten Wanderung einen hübschen Teil des Kirnitzschtals. Namensgeberin ist die Kirnitzsch (tschechisch Krinice). Sie kommt aus der Böhmischen Lausitz bei Krasna Lipa und fließt über 40km bis zu ihrer Mündung in die Elbe bei Bad Schandau.

Unsere Wanderung startet nahe der 5. Etappe des Malerwegs (Neumannmühle bis Schmilka). Einstieg ist an der Kirnitzschtalstraße (S165) bei der Buschmühle aus dem 16. Jahrhundert, wo man sich vor der Wanderung aufpäppeln kann. Die Buschmühle wurde bis 1992 als letzte Mahlmühle im Kirnitzschtal betrieben.

An der Buschmühle gehen wir den Weg Hohfelsgraben und sind bergauf unterwegs, treffen auf Wald und folgen dem Weg Flügel E bis hinunter an die Kirnitzsch.

Was uns beim Namen Dreisteigensteig schon antizipieren ließ wird wahr. Nach dem wir die Kirnitzsch per Brückchen überquert haben, geht es von rund 235m innerhalb von etwas über 650m Strecke auf 390m. Linkerhand liegen dann die Pohlshörner: das Große Pohlshorn (379m) und das Kleine Pohlshorn (417m). Kurz nachdem wir an einer Schutzhütte vorbeigekommen sind, beigen wir in den Oberer Hirschwaldweg ein. 

Wenn wir uns der S165 nähern sind wir mit Abstieg befasst. Die Straße führt gen Osten nach Hinterhermersdorf. Wir bleiben auf unserer Seite, nehmen den Dorfbachwiesenweg. Tellerhörnel und eine Scheibe am Tellerhörnel stehen sich der Dorfbachwiese gegenüber. Durch ein Stück Dorfbachgrund wandernd, queren wir den Bach und kommen auf den Hölzigweg und zu den Brüdersteinen – natürlich bergauf.

Wir haben nach etwa 8,6km noch nicht ganz Bergfest, aber die Brüdersteine bieten sich für ein Verschnauferl an. Wir genießen eine herrliche Aussicht, sehen den Winterstein, den Teichstein bis zum Kleinen Winterberg.

Kurz drauf könnte man einen Abstecher zum Lindigtblick mit Südsicht und Pausenbank unternehmen, von hier aus käme man hin. Unsere Wanderung umrundet den Katzenstein, via Lindigtstraße geht es an der Lindigthöhle vorbei und auch am Felsen Lindigtblick.

Durch das Lindigtgründel wandern wir zur Kirnitzsch und folgen über die Kirnitzschtalstraße ihrem Lauf für recht entspannte 2,5km durch ihr hübsches Tal. Wir queren den Fluss dort, wo man auf den Saupsdorfer Weg kommt, folgen diesem durch das Pechloch und kommen zum Alten Zeughaus mit benachbarter Infostelle des Nationalparks Sächsische Schweiz. Etliche Wanderrouten kommen hier vorbei.

Wir wandern weiter auf der Zschandstraße durch das Schneeloch und Slavenloch, sehen Höhlen und Felsen. Dann sind wir an der Neumannmühle an der Kirnitzsch, die übrigens einst zum Holzflößen ausgebaut war. Die Neumannmühle ist seit dem 18. Jahrhundert im Besitz der Familie Neumann. Sie ist eine Sägemühle und als Technisches Denkmal kann sie besichtigt werden (Öffnungszeiten beachten/Eintritt). Von der Neumannmühle sind es nur ein paar Meter, bis wir wieder zurück an der Buschmühle sind.

Bildnachweis: Von SchiDD [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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