Großer Zschand und Altes Zeughaus: Schöne Tagestour durchs Kirnitzschtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑582m  ↓582m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die 45km lange Kirnitzsch entspringt in der Böhmischen Lausitz. Zwischen Hinterhermsdorf und der Mündung in die Elbe bei Bad Schandau formt sie das wildromantische Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz.

Das Kirnitzschtal ist insbesondere bei Wanderern sehr beliebt. Hier finden sich unterschiedliche Landschaftsformen des Elbsandsteingebirges mit fabelhaften Aussichten und Einsichten in die Historie und Flößergeschichte. An der Buschmühle war schon im 16. Jahrhundert Betrieb.

Die Wanderung, die man auch abkürzen könnte, besteht aus zwei Schleifen mit Dreh- und Angelpunkt bei der Nationalpark-Informationsstelle Zeughaus. Wir starten am Parkplatz Zum Thorwald an der Kirnitzschtalstraße und folgen der Kirnitzsch in südliche Richtung. Nach etwa 1,4km queren wir den Fluss und biegen auf den Dreisteigensteig. Es geht bergauf. Über den Weg Flügel E geht es wieder hinunter zum Alten Zeughaus. Die Nationalpark-Infostelle werden wir nach der circa 6km langen Runde besuchen.

Vom Großer Zschand gehen wir nach links in den Großer Hochhübelweg Richtung Hochhübel, der mit 407m angegeben ist. An der Wegekreuzung biegen wir in den Großer Reitsteig ein. Auf dem wandern wir zu den Felsen Thorwalder Turm und Thorwalder Wächter. Die nächsten gut 2km geht es recht unterhaltsam mäandernd mit Felsen, Wald und Hängen auf und ab.

Durch die Hickelschlüchte biegen wir ab, wandern abwärts zum Großen Zschandbach. Der Große Zschand ist das längste Trockental in der Sächsischen Schweiz und erstreckt sich bis zur Neumannmühle. Der Große Zschand hat keine ganzjährig durchgehende Wasserführung. Je nach Regenguss oder nach der Schneeschmelze bilden sich kleine sumpfige Areale oder Wasserläufe.

2,2km folgen wir dem Weg Großer Zschand und sind wieder beim alten Zeughaus. Die Nationalpark-Infostelle Zeughaus ist einer einstigen Revierförsterei. Im Fokus sind neben den Nationalpark-Infos die Themen der historischen Jagdnutzung, wo Auerhahn-, Luchs-, Wolf- oder Hirschjagd betrieben wurde. Sogar Bären wurden beim Zeughaus gefangen. Über den Großen Zschand wird ebenfalls informiert und dessen Wert in der Kernzone des Nationalparks.

Die Zeughausstraße bringt uns zum Flügel E, von dort zum Hohlfels Graben und zur Buschmühle. Westlich davon ist die Neumannmühle als Technisches Denkmal. Die Buschmühle wurde bereits im 16. Jahrhundert erwähnt. Der letzte Sack Schrot verließ 1992 die Mahlmühle. Die Buschmühle bietet Gastronomie und Veranstaltungen. Filmische Präsenz hatte die Buschmühle als Ausflugslokal im Film nach einem Roman von Bernhard Schlink: Der Vorleser, wo der Autor selbst auch einen Kurzauftritt hatte.

Wir überqueren nach einer Rast die Kirnitzsch, nehmen den Neuer Weg, der uns um den Grünling herum und zum Ausgangsort zurückbringt.

Bildnachweis: Von SchiDD [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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