Kleinschmalkalden-Spitterfall-Ebertswiese-Haderholzstein (Rundtour)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑740m  ↓740m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Kleinschmalkalden ist ein nördlicher Ortsteil von Floh-Seligenthal, liegt klein und schmal an der 25km langen Schmalkalde, die auf ihrem Weg in die Werra zunimmt. Die Wanderung wird natur- und abwechslungsreich. Dafür stehen der Spitterfall, einer der höchsten Wasserfälle Thüringens, das Naturschutzgebiet Ebertswiese und der Bergsee Ebertswiese, Aussichten wie die vom Haderholzstein (709m) und es hat merkliches Auf und Ab.

Wir parken zwischen Schmalkalde und Marktplatz in Kleinschmalkalden, queren die Schmalkalde und biegen links in die Ortsstraße. Wir gehen zur Gothaischen Kirche am Friedhof. Die Gothaische Kirche aus dem Jahr 1854 ist eine der beiden evangelischen Kirchen dort, denn Kleinschmalkalden war über Jahrhunderte getrennt. Westlich des Flusses war die Landgrafschaft Hessen-Kassel, östlich das Herzogtum Sachsen-Gotha. Das war bis zum 1.10.1945 so.

Aufwärts erwandern wir uns den Thüringer Wald östlich von Kleinschmalkalden, treffen auf die Hohe Straße und den Rennsteig. Zwischenziel ist der Spitterfall, den wir nach rund 5,8km erreichen. Davor sehen wir den Löwen-Born. Die 6,5km lange Spitter entsteht aus Sumpfquellen der Ebertswiese. Die Spitter befeuchtet den Spittergrund und mündet in Tambach-Dietharz in die Apfelstädt. Der Spitterfall gehört zu den höchsten Wasserfällen Thüringens. Über gesamt rund 19m lässt sich das Nass über vier Kaskadenstufen fallen.

Mit der Spitter wandern wir zur 24ha großen Ebertswiese, die seit 1936 unter Naturschutz steht. Hier haben Botaniker und Schmetterlingsfreunde ihre Freude. Einst war statt Wiese hier Wald und von daher war der Boden sumpfig und hat die Energie vielen verschiedenen Pflanzen und Tierarten Nährstoffe zu bieten und auch Übernachtungsgästen im Berghotel Ebertswiese.

Wir lenken die Schritte an den Fuß des Mittleren Höhenbergs (836m), wo sich der hübsche Bergsee Ebertswiese (8-13m tief) ausgebreitet hat, durch Menschen-Ungeschick, wenn man so will. Steinbrucharbeiten und das Anbohren einer Wasserader waren der Quell des Erlebnisses Bergsee im Thüringer Wald.

Die Wanderung auf der Hohen Straße bringt uns weiter zur Fundstelle Falkenburg, von der nur noch wenige Reste an der Via Regia, der Königsstraße, in Thüringen überdauert haben. Wir treffen im weiteren Verlauf talwärts auf die Schutzhütte Bärental und gelangen nach rund 11,5km durch rechts einbiegen auf den Promenadenweg. Aufwärts wandern wir zum Haderholzstein, dessen Gipfel auf 709m wir erklimmen – vielleicht einen Stein in der Tasche tragend, den wir beim Gipfelbucheintrag unterm Gipfelkreuz ablegen können.

Steil hinab geht’s dann zur Gänsecke, wir haben Aussichten und kommen am Grenzborn vorbei, auf dem Weg nach Kleinschmalkalden, wo wir die hessische evangelische Kirche sehen, die ältere Kirche von 1719.

Bildnachweis: Von Aschroet [CC0] via Wikimedia Commons

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