Karlsruher Grat bei Ottenhöfen im Schwarzwald (Schwarzwälder Genießerpfade)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 4 Stunden 0 Min.
Höchster Punkt: 837 m
Tiefster Punkt: 303 m
Schwarzwald Genießerpfad Karlsruher Grat

Wenn man keine Gams ist und sich trotzdem auf diesen Genießerpfad traut, sollte man ähnlich schwindelfrei und trittsicher sein, wie die genannten Paarhufer, denn es geht hoch hinaus auf dem Karlsruher Grat, der auf 750m Höhe ist.

Der Karlsruher Grat bei Ottenhöfen liegt im Naturschutzgebiet Gottschlägtal-Karlsruher Grat. Der Felsgrat misst etwa 400m in der Länge. Von oben schaut man auf die Schwarzwaldhöhen zwischen Hornigsgrinde (1.163m) und Schliffkopf (1.054m) sowie ins tiefe Gottschlägtal. Des Weiteren bezaubert die 12km Runde durch die wildromantischen Wasserfälle am Edelfrauengrab. 180 Stufen und 7 Kaskaden sind im Gottschlägtal zu bestaunen.

Man wäre schon fast enttäuscht, gäbe es um das Edelfrauengrab keine Sage. Kurz gesagt: In dieser geht es um eine grausige Schlossherrin und den Mordauftrag an ihren eigenen sieben Kindern, der vereitelt werden konnte. Die böse Frau bekam ihre Strafe. Um sich die längere Version zu erzählen und auszumalen, haben wir auf der Wanderung, die beim Bahnhof und Kurgarten in Ottenhöfen beginnt, genügend Zeit. Um die 700m Auf- und Abstieg werden zusammen kommen.

Wir sind in der Ortsmitte und nahe der Acher. Die Wanderrunde legt sich östlich von hier in die Natur und wir gehen gegen den Uhrzeiger. Wir kommen an der St. Anna Kirche vorbei auf dem Weg zur Aussicht Köningerhof. Wir verlassen Ottenhöfen in südlicher Richtung und kommen über einen Pfad zum Eichkopf (526m).

An der Eichkopfhütte vorbei geht es hinunter zu den Edelfrauengrab-Wasserfällen. Wir gehen entlang des Gottschlägbachs und über Stufen zum „Romantischen Brückle“ und passieren das Gottschlägtal. Dann kommen wir an einem Getränkebrunnen vorbei und gehen einen stets ansteigenden Pfad hinauf. Der nächste Ausblick erwartet uns auf dem Herrenschrofen.

Der Pfad führt uns zum Klettersteig am Karlsruher Grat. Der hieß übrigens vor 1926 Eichhaldenfirst. Man gedachte mit der Umbenennung zu Tode gekommenen Kletterern aus dem Raum Karlsruhe. Wer den Felsgrat nicht auf dem alpinen Steig begehen will, kann eine ausgeschilderte Umgehung wählen.

Den höchsten Punkt haben wir bei 822m erreicht am Bosensteiner Eck. In der Nähe ist auch ein Rasthaus. Wir gehen entlang von Koppeln zum schönen Aussichtspunkt Brennte Schrofen mit Schutzhütte. Wir sind auf rund 770m und es geht stetig bergab.

Wir kommen auf den Grenzweg und über das Kleineck sowie die Hagenbruck zurück in den Ortskern von Ottenhöfen mit der Hammerschmiede an der Acher. Auf der anderen Seite steht die evangelische Kirche im skandinavischen Stil, die 1936 eingeweiht wurde. Durch die Albert-Köhler-Straße erreichen wir unseren Startpunkt.

Bildnachweis: Von Neptuna [GFDL], via Wikimedia Commons

IVW