Kappelrodecker Hexensteig


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑645m  ↓645m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Allein der Name der Runde liest sich schon wie ein Versprechen: Hexen und Steig verbinden sich mit Mystik und Sagen, mit Auf und Ab, dabei Aussichten und viel Waldnatur. Der Qualitätsweg mit den Markierungen gelbe Raute und Renchtalsteig ist mit dem Zusatzschild „Kappelroder Hexensteig“, gold auf weiß, beschrieben. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn man sich verirrt.

Start in die bezaubernd abwechslungsreiche Runde ist der Zuckerberg, südlich von Kappelrodeck im Achertal. Kappelrodeck ist eine Gemeinde im Ortenaukreis. Dass es auch ein Weinort ist, werden wir aussichtsreich erleben. Die Runde legt sich lang von Nord nach Süd, auch an einen Hexentanzplatz wurde gedacht. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn und nehmen alsbald Platz auf dem Hexensessel mit Blick zum Schloss Rodeck (privat).

Unterwegs unterhalten Skulpturen und Sagen, wie zum Beispiel die über die Hex‘ vom Dasenstein. Waldrand und Weinlage sehen wir, kommen vorbei am Backhiesel. Wir streifen Zinsel, genießen herrliche Aussichten über die hügelige Landschaft mit Wein, Wald und Wiesen, immer aufwärts und gen Süden wandernd.

Wir schleichen durch den Hexenwald, wo man sich auf die Suche nach dem weißgekleideten Mädchen begeben kann. Wir gelangen auf das Sträßchen Schwend und wer hungrig und durstig schon weiße Mäuse sieht, kehrt beim Obsthof Graf ein, da gibt es dann neben edlen Obstbränden auch Honig zu kaufen, Frühstück und Kuchen mit Blick ins Rheintal.

Ein Stück südlich, bei einem Brunnen, machen wir eine Schleife durch Wald und Wiesen, kommen an den Soldatengräbern vorbei und biegen nach links in den Allmendwaldweg, kommen durch die Gewann Schwender Buche. Lichtungen und Wald wechseln sich im Reigen.

Nach rund 7,5km sind wir auf 676m nahe dem Hörnle, wandern leicht abwärts und erreichen nach rund 9,3km den Bildstock Michael Fies und die Bergvesperstube Zum Fiesemichel. Zeit für ein Bergfest. Der Fiesmichelhof ist ein beliebtes Ausflugsziel auf 580m, an der Grenze zwischen dem Achertal und dem Renchtal. Der Hof stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Nach der Rast kommen wir an einem weiteren Bildstock der Familie Fies vorbei und kommen zum Simmersbacher Kreuz, nahe der Grindeblickhütte, wo sich einige Wanderwege treffen. Wir sind schon einige Schritte gen Norden unterwegs und stoßen am Rappenschrofen auf den Felsenweg, von Wald umgeben. Wir halten uns links und stellen fest, dass hier einiges Felsenweg heißt.

Nach ca. 13,3km treffen wir auf eine Rastmöglichkeit und die Straße Blaubronn, in die wir nach links einbiegen, an einem Wasserbecken und einer Umspannstation vorbeikommen. Wenn der Wald uns wieder aufnimmt, erwarten einen die beiden Aussichten vis-a-vis: Stierfelsen zur Rechten und Karschrofen zur Linken.

Kurz drauf der nächste felsige Ausguck am Bürstenstein, zu dem auch ein Kletterpfad führt. Wenn wir erneut auf einen ausgebauten Weg treffen, ist das Silberbrünnele nicht mehr weit. Über die Heidenhöfe und den Oberen Heidenhof kommen wir zum Zuckerberg zurück und nehmen vorher auf dem Hexenbänkle Platz und sind uns einig: Wenn im Achertal mal Hexen waren, hatten sie Gutes im Sinn.

Bildnachweis: Von Gelicious [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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