Kutzenstein-Rundweg bei Waldulm im Achertal


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑234m  ↓234m
Ortenauer Sagenrundweg 4 Markierung Wegzeichen Beschilderung

Rund um Waldulm führt dieser Ortenauer Sagenrundweg, der dem kleinen Gespenst mit der Nummer 4 folgt. Heute im Geschichtsunterricht: der im Keim erstickte große Wurf des Teufels. Dafür steht der Kutzenstein. Neben den Felsen erleben wir aussichtsreiche Passagen mit Blicken ins Waldulmer Tal, Weinberge, streifen Schloss Rodeck bei Kappelrodeck, das auch einen Sagenweg am Dasenstein hat.

Start ist an der Straße Am Bach (L86a), die Kappelrodeck mit Waldulm verbindet. Brandrain, Himbeerweg, Waldumer Straße nehmend, kommen wir über einen Friedhof und mit Wein, aufwärts. Hier ist das Schloss Rodeck, das im Stil der Neorenaissance 1880 auf Mauern des 13. Jahrhunderts aufgebaut wurde und dessen jüngere Geschichte auch recht spannend ist, mit noch unbekanntem Ausgang.

Andere Sagen im Wald rund um Waldulm berichten von durchgehenden Ochsengespannen, diebischen Handwerksburschen oder eben der vom Teufel. Wir werden sehen. Abwärts geht’s durch Weinlagen auf dem Rußhaldeweg. Der lenkt in bewohntes Gebiet im Süden von Waldulm. Wir treffen auf Fautenbach und Mühlenbach. Auf dem Weg Mühlenbach, mit Wein und Wald geht’s aufwärts. 

Nach ca. 4,9km queren wir die L86a (Oberberg) nahe dem Berggasthaus Zur Einkehr und kommen kurz drauf bei 385m zum höchsten Punkt der Runde, wobei wir die Richtung gewechselt haben: retour gen Norden. Wein und Bildstöckchen prägen den Weg. 

Wir kommen zum Kutzenstein, dem legendären. Der Felsen ist aus Achertal-Granit, ragt 10m über das Niveau rundrum und hat verschiedene Schüsseln und Rinnen. Die lassen Raum für Geschichten. Die angedeutete mit dem Teufel. Der ärgerte sich über den Kirchbau in Waldulm. Krallte sich den Stein, schleppte ihn her, wollte ihn auf die Kirche werfen, wurde durch eine magische Kraft davon abgehalten und ließ in fallen, wo er stand. Die Löcher im Felsen sind seine Fingerabdrücke.

Es bleibt bei Wald und Wein und wir kommen zum Ausgangsort zurück. Die Kirche in Waldulm ist St. Albin geweiht und wurde 1888 gebaut.

Bildnachweis: Von Volker.Ramsloh [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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