Dasenstein-Rundweg (Kappelrodeck)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑244m  ↓244m
Ortenauer Sagenrundweg 3 Markierung Wegzeichen Beschilderung

Die Idee der Ortenauer Sagenrundwege: Mit Mythen und Sagen sollen ganze Familien fürs Wandern begeistert werden. Wald und Wein, Berg und Tal, Kulturnatur und Sagenhaftes. Das erleben wir auch auf dem Dasteinweg, dem dritten der Ortenauer Sagenrundwege.

Wir wandern durch und rund um Kappelrodeck, durch das auch der Ortenauer Weinpfad (100km) führt. Der Weinort Kappelrodeck bildet eine Gemeinde, liegt am Westabhang des Schwarzwalds im Achertal und man kann bei guter Sicht bis nach Straßburg schauen. Wir starten an der Acher beim Bahnhof Kappelrodeck. Auf, ab, auf, ab wird es gehen.

Die L87 querend wandern wir durch die Straßen Venedig und Klaus im Uhrzeigersinn, durch den Dasensteinweg in die Weinlagen nordöstlich von Kappelrodeck. In größeren und kleineren Serpentinen geht’s aufwärts zum Brunnen und der Aussicht Dasenstein.

Um die Örtlichkeit rankt sich die unglückliche Liebesgeschichte der Burgherrentochter von Rodeck, die sich in einen mittellosen Bauernburschen verliebte. Papa stellte sie vor die Wahl: der Bursche oder ihr Burgfräuleinleben. Sie entschied sich für den Jüngling, der allerdings bald nachlässig wurde. Die Liebe war kalt, die verstoßene zog allein in einen Felsspalt am Dasenstein. Es dauerte nicht lang und man heftete ihr den Titel Hexe an.

Kaum verwunderlich, dass wir durch die Reben zum Besenstiel wandern. Mit Wald und Wein kommen wir abwärts nach Lammhöfe, passieren Straße, Bahn und Acher, wandern mit dem Straße Heidenhof nach Heidenhöfe aufwärts. Hier ist auch eine Brennerei mit Schwarzwaldbrandy und ein bisschen Hexerei.

Mit Rebenblick und Ausschau ins Tal kommen wir hinauf auf das Ganseck. Mit Abwechslung durch die Kulturlandschaft auf und ab zum Fuchsbrünnele und zum Schloss Rodeck hinab. Man hört, eine Unbekannte aus China habe das Schloss Rodeck gekauft und wolle ein Vitalhotel mit Arztpraxis draus machen. Sage oder echt? Man wird abwarten. 1880 wurde die Burg (13. Jh.) zum Schloss umgestaltet. Sie hatte viele Besitzer, allein in den letzten Jahren. Was dort alles passierte, reicht für internationale sagenhafte Geschichten.

Wir bummeln in den Ortskern mit Froschbrunnen, einer der letzten genutzten Ortsrufanlagen, genannt „Dorfbrätsch“, der Kirche St. Nikolaus mit 76m hohem Kirchturm sowie verschiedenen Einkehrmöglichkeiten.

Bildnachweis: Von Gelicious [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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