Kapellenrundweg durch die Caller Schweiz bei Meschede (Hochsauerland)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑391m  ↓391m
Kapellenrundweg durch die Caller Schweiz (Hochsauerland)

Calle ist ein Stadtteil von Meschede im Hochsauerland. Durch den Ransenberg (376m) getrennt vom Ruhrtal, war Calle lange Zeit Zentrum eines eigenen kleinen Kirchspiels. 1975 wurde Calle dann nach Meschede eingemeindet.

Die Rundwanderung ist vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit einem C im Kreis markiert. Wir starten an der katholischen Pfarrkirche St. Severinus, die mächtig auf einer Anhöhe thront und für den kleinen Ort eigentlich viel zu groß erscheint. 1853-59 entstand der Neubau, in dessen Inneren sind ein Hochaltar von 1636 befindet. Sehenswert ist auch die romanische Madonna, die um das Jahr 1270 entstand.

Von der Kirche aus wandern wir in östliche Richtung und kommen nach einiger Zeit zur Schlade-Kapelle. Die Schlade-Kapelle wurde 1727 auf achteckigem Grundriss erbaut und ist auch wegen ihres auffälligen Barockhelms sehenswert. 

An der Schlade-Kapelle halten wir uns rechts und wandern nach Mülsborn. Hier steht die 1730 errichtete Nepomuk-Kapelle. An ihr vorbei wandern wir ins Schürenbachtal und wieder zurück bis kurz vor Calle. Dann biegt der Weg nach Süden und wir nehmen den Anstieg zum Hunstein (424m). Der Gipfel mit seinen Eichenwäldern und einer Blockschhutthalde ist seit 1994 als Naturschutzgebiet Hunstein ausgewiesen.

In einer Schleife geht es vorbei am Wanderparkplatz Kelbketal nach Wallen, das im Wallerbachtal liegt. Hier lohnt ein Blick auf die katholische St. Vinzenz am Thy Kapelle, die 1647 erbaut wurde. Interessant sind einige Ausstattungsstücke der Kapelle: Die Figur des heiligen Bischofs stammt wohl aus der Zeit um 1300, Die Anna selbdritt von der Mitte des 14. Jahrhunderts. Der Johanneskopf wurde um 1600 und die heilige Agatha in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschnitzt.

Von Wallen aus wandert man nordwärts zur Flurkapelle auf dem Halloh. Das Halloh war im 13. Jahrhundert eine Station auf dem Soester Totenweg zwischen der Wittekindburg in Soest über den Arnsberger Wald bis nach Wormbach, dem religiösen Zentrum der Region. Die Halloh-Kapelle entstand 1686. Im Inneren der Kapelle auf dem Halloh interessant ist das Vesperbild, etwa um das Jahr 1700 entstanden, eine Pietà aus dem frühen 18. Jahrhundert und die vollständig bemalte Holzdecke.

Unterhalb des Stesser Steins (330m) führt die Rundwanderung wieder zurück nach Calle. Man passiert den Mühlteich am heutigen Landgasthof Grewen Mühle und kommt wieder zur St. Severinus Kirche.

Bildnachweis: By Friedhelm Dröge (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Vgwort