Kühkopf-Rundwanderung: Durch Hessens größtes Naturschutzgebiet


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑167m  ↓167m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Heute geht’s in Hessens größtes Naturschutzgebiet, zum Kühkopf im Hessischen Ried. Das Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue trägt heute den Titel Europa-Reservat und bietet auf rund 24 Quadratkilometern eine urwüchsige Flussauenlandschaft.

Wir erkunden heute nur den südlichen Teil des Naturschutzgebiets und steuern dafür den Parkplatz Stockstädter Brücke in Stockstadt am Rhein an. Hier geht es auf der Stockstädter Brücke direkt über den Altrheinarm, der den Kühkopf als Insel vom Festland trennt.

Wir halten uns entgegen des Uhrzeigersinns und gehen geradeaus vor bis zur alten Ölpumpe. Tatsächlich – bis 1994 wurde am Kühkopf Öl gefördert. In den 1950er Jahren hatte man bei Stockstadt das schwarze Gold gefunden und träumte davon, dass das Ried eine Art deutsches Saudi-Arabien wird. Die Pferdekopfpumpe am Bohrloch Stockstadt 38 auf dem Kühkopf ist das letzte Relikt dieser Zeit.

Es geht nun Richtung Forsthaus Kühkopf. Hier war bis 2015 eine Gastwirtschaft, die allerdings geschlossen wurde. Jetzt steht das Forsthaus Kühkopf leer. Auf dem weiteren Weg kommen wir an einem Vogelbeobachtungsstand vorbei und biegen dann zusammen mit dem Nachtigallenweg nach Süden ab.

Wir wandern nun zum Krönkesarm und halten uns dann links zur Anlegestelle der Kühkopf-Fähre. Der regelmäßige Fährbetrieb wurde 2012 eingestellt. Eine Interessengemeinschaft arbeitet aber daran, die Kühkopf-Fähre wieder in Betrieb zu nehmen. Dann könnte wieder ein Regelbetrieb zwischen dem Kühkopf und dem linksrheinischen Guntersblum sichergestellt werden.

Nun geht es rheinaufwärts. Wir begleiten den Rhein bis kurz vor Abknicken des Stockstadt-Erfelder Altrheinarms. Im 19. Jahrhundert wurde der Rhein hier begradigt. Der Altrheinarm ist der ursprüngliche Verlauf. Wir folgen dem Altrhein nun bis zum Hofgut Guntershausen.

Das Hofgut Guntershausen wurde als Jagdhaus im 16. Jahrhundert begründet und später zum landwirtschaftlichen Betrieb ausgebaut. 1961 wurde das Hofgut Guntershausen an das Land Hessen verkauft. Das kümmerte sich nur halbherzig und erst als ein örtlicher Förderverein gegründet wurde, ging es bergauf.

Heute gibt es im Hofgut Guntershausen u.a. das Museum der Gemeinde Stockstadt, eine Galerie und das Café Kühkopf. 2014 wurde im Nordflügel das Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf mit Ausstellungs- und Seminarräumen eingerichtet.

Bildnachweis: Von Cassiopeiapolluxcastor [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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